Esztergom Évlapjai 1983

Rezümék

DR. EDIT KINCSES: DER BERUFSANFANG DES DRAMATIKERS F. CSEPREGHY (Arbeiterbildung und Vereinsschauspielerei in Esztergom in den Jahren 1855—65) Die Studie erforscht den Berufsanfang von Ferenc Csepreghy, dem berühmten Bühnenautor der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Csep­reghy hat sich als kulturdurstiger Schreinergeselle im Jahre 1863 mit der Tátigkeit des Katholischen Gesellenvereins verbunden. Der Verfasser analysiert die Tátigkeit der Katholischen Gesellenvereine und bezeich­net ihre gesellschaftliche und politische Funktion in dem Bestreben der Kirche, die Zunftgesellen durch die Katholischen Gesellenvereine zu beaufsichtigen und sie von den auch sich in Ungarn stufenweise ver­breitenden Ideen des Marxismus und Lassaleanismus fernzuhalten. Zur gleichen Zeit ermöolichten die Vereinschauspielerei und die Lesekreise cler Arbeiterjugend ihre Selbstbildung und Selbstátigkeit. Auch Csepreghys erste dramatischen Werke wurden im Esztergomer Verein von autodidaktischen Arbeiterschauspielern vorgeführt. Sein Lustspiel „Die ungarischen Gesellen in Wien" (dessen Theaterzettel uns aufbewahrt blieb) wurde im Jahre 1865 ebenfalls im Katholischen Gesellen verein zu Esztergom uraufgeführt. Dieses Theaterstück, dessen Ideenwelt vom Ver­í'asser ausführlich analysiert worden ist, ist eines der ersten ungarischen Bühnenspiele, das das Leben der damaligen Arbeiterschaft wiederspiegelt. Die Reagierung der Lokál- und Landespresse auf die Urauführung des obengenannten Stückes wird in der Studie mit vielen interessanten zeit­genössischen Dokumenten dargestellt. Der Verfasser betrachtet Csepreghys Berufsanfang aus dem Gesichts­punkt der ungarischen gesellschaftlichen und politischen Bewegungen, der Frühentwicklungsphase der Arbeiterbewegung in Ungarn. Innerhalb dieser analysiert er auch die wichtigsten Züge des damaligen (1855—65) kulturellen Lebens der Stadt Esztergom. 511

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