Esztergom Évlapjai 1979

Dr. Csiffáry Nándor: Martsa Alajos emlékére

Dr. Csiffáry Nándor: ÜBER DIE EREIGNISSE DER RÄTEREPUBLIK IN ESZTERGOM Die Ereignisse der 133 Tage der Ungarischen Räterepublik bedeuten auch in der Geschichte der 1000jährigen Stadt Esztergom einen hervorra­genden Abschnitt. Diese kurze Zeit war reich an Geschehnissen. Die Ent­stehung der Räterepublik wurde auch von den Esztergomer Werktätigen stürmisch begrüsst. Sie unterstützten die Arbeit der revolutionären Or­ganen: so die Arbeit der Partei und die des Direktoriums, um eine neue Welt, die Arbeitermacht hervorrufen zu helfen. Das Direktorium verrich­tete mit der Lösung schwerer wirtschaftlichen und sozialen Fragen eine erwähnenswerte Arbeit. Bei dieser Arbeit konnte es sich immer auf die Hilfe der örtlichen Parteiorganisationen stützen. Eine wichtige Episode der Ereignisse in Esztergom war der konterre­volutionäre Putschversuch am 20. Mai 1919, als der Stadtkommandant István Szabó die Stadt den Truppen der tschechischen Bourgoise über­geben wollte. Der Versuch scheiterte und viele von den Tätern erhielten ihre gerechte Strafe. Am 30. Mai versuchten Rotgardisten, Studenten, Doroger Bergarbeiter unter der Leitung des Direktoriums von Esztergom die Ortschaft Párkány am linken Ufer der Donau von der Besetzung der tschechischen Truppen zu befreien. Die Aktion hatte aber nur einen kurzen Erfolg. Am 1. Juni gelang es Einheiten der ungarischen Roten Armee Párkány in Besitz zu nehmen. Die Kämpfe um Párkány hingen mit dem nördlichen Feldzug der Roten Armee enge zusammen. Die Räterepublik wurde von der militärischen Übermacht der Antante am 1. August gestürzt. Die Konterrevolution rechnete auch in Esztergom mit den Revolutionären schonungslos ab. 1921 fällte man schwere Urteile über die Führer der Revolution; mehrere von den Verurteilten wurden aber von Sowjet-Russland durch einen Kriegsgefangenenaustausch aus dem Gefängnis gerettet. 194

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