Esztergom Évlapjai 1979
Dr. Csiffáry Nándor: Martsa Alajos emlékére
Dr. Szállási Árpád: BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE DES GUSUNDHEITSWESENS der Stadt Esztergom im XIX. Jahrhundert Die Geschichte des Gesundheitswesens von Esztergom lässt sich im XIX. Jahrhundert in drei Perioden gliedern. Die erste Periode endete im Jahre 1838 mit dem grossen Hochwasser, welches auch das Hospital in der Ofner Strasse (Budai út, heute Kossuth-Strasse) zugrunde richtete. Die wichtigsten Ärzte waren Mihály Ignác Lenhossék, der in Ungarn als erster massenhaft und kostenlos gegen Blattern impfte. Der andere bekannte Arzt war István Kamenszky, der Verfasser der ersten medizinischen Dissertation in ungarischer Sprache. Die zweite Periode fällt zwischen die Jahre 1838 und 18G0, damals wurden Spital und Armenhaus selbständig; bis dorthin versah das Hospital in der Csillag Strasse beide karitative Funktionen. Das grösste Ereignis dieses Zeitalters war der Freiheitskampf im Jahre 1848/49; in diesen schweren Tagen war Esztergom zwischen Buda und Komárom eine sehr bedeutende Kriegshilfsstelle. Ein wichtiger Zeitpunkt der dritten Periode ist das Jahr 1885, damals liess die Kirche in Szentgvörgymező ein Krankenhaus bauen, das schon den Aufgaben der Zeit gewachsen war. Das Gesundheitswesen der Stadt wurde in dieser Periode von der Persönlichkeit des Oberarztes und berühmten Botanikers Sándor Feichtinger bestimmt, der zugleich auch Direktor des Realgymnasiums und ein anerkannter Mann des öffentlichen Lebens war. Seine einst berühmte Badekultur hat aber mit der Zeit an Bedeutung verloren. Zusammenfassend kann man feststellen, dass das Gesundheitswesen der Stadt Esztergom im vergangenen Jahrhundert dem Landesdurchschnitt entsprach. 192