Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv
Tartalom - Rezümék
DOMOKOS KOSÄRY SCHLUSSWORT Am Ende des Programms, nicht als Abschliessung der Probleme, da wir es ja auch nicht unternehmen können, sondern das Vorgetragene kurz ermessend, können wir zweifellos feststellen, dass unsere Konferenz ihre Aufgabe mit Erfolg vollgebracht hat. Weiterhin hat sie zur Bereicherung, zur näheren Hinsichten beigetragen. Auch das gehört zu ihren Verdiensten, dass sie bezeichnet hat. wo es noch weisse Flecken gibt in welche Richtung muss weiterhin nachgeforscht werden. Das Bild wird klarer für uns sein, da man richtig antworten nur auf richtig gestellte Fragen kann. Auch das gehört zu dem Positiven, dass unsere Fragen genauer, konkreter geworden sind. Alle Teilnehmer der Konferenz sind damit einverstanden, dass die Persönlichkeit und das Lebenswerk von Johannes Vitéz geschichtlich sehr bedeutend sind und wir müssen sein Andenken verewigen und wach halten. Für die Initiative gebührt Esztergom Dank, die geschichtswissenschaftliche Komission der Ungarischen Akademie der Wissenschaften hat sie von Anfang an unterstützt, wissend, dass wir die Vorführung der Werte der Vergangenheit mit Hilfe solcher Bestrebungen befördern, das Bild unserer Geschichte vollständiger machen können. Das den grossen Themenkreis der Politik anbelangt, kann man den sich mit ihm beschäftigenden Vortag auch insofern Interesse erweckend, bahnbrechend nennen, dass er es klar angedeutet hat: Wo und inwiefern sind unsere Quellenangaben lückenhaft und ihre Verarbeitung lasst mancherlei zu wünschen übrig auch in mehreren Beziehungen. Die immer breitere Quellenbasis und deren ausführliche kritische Verarbeitung können uns helfen die oft wiederspi üchlichen Erscheinungen richtig zu erklären. Einige wichtigeren Momente — so auch die Wichtigkeit der Herrschaft von Sigismund sind im grossen und ganzen vor uns klar geworden, aber es gibt noch immer viele schwer zu verständigenden, widerspruchsvollen, inkonsequent scheinenden Erscheinungen — auch in den Einzel — Lebensgängen. Bis zu einem Mass können wir es nicht für sehr überraschend halten. Die Sachen vollziehen sich meistens nicht in Gerade, wie wir es als spätere Beobachter von ihnen erwarten könnten, wozu können wir extra hinzufügen. Wenn wir im zeitgenössischen Europa, zur Zeit des Feudalismus und der Renaissance-Persönlichkeiten die politische Praxis der leitenden Schichten und Persönlichkeiten betrachten, finden wir anderswo nicht weniger, sondern mehr widerspruchsvolle Erscheinungen, veränderliches Verhalten. Zwar ist diese Verallgemeinenung immer ein bisschen riskiert, können wir doch soviel sagen, dass die alte ungarische Gesthichte im Grunde genommen „vertrauter" ist als die Geschichte von Frankreich, oder England. Shakespeare hätte mit seinen blutigen Königsdramen kaum solchen Erlfolg erzielt bei uns, weil er zu ihnen kaum genügend geschichtlichen Stoff gefunden hätte. Der Franzosenkönig Luis der 11. wurde jung, für die Zeit seiner Gefangenschaft in einen eisernen Käfig eingesperrt. Matthias wurde in Prag 179