Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv

Tartalom - Rezümék

margit beke DER ESZTERGOMER HOF VON JOHANNES VITÉZ Die Studie beschäftigt sich ausschliesslich mit der Zeit des Eszter­gomer Erzbischofstums von Johannes Vitéz (1465—72). Das Esztergom (Gran) wird vorgestellt, das neben Buda, eines der Zentren der kirchlichen und geistigen Elite von Ungarn gewesen ist. In dem ersten Teil ist die Rede über die engere kirchliche Umge­bung, über die Stiftsherren des Esztergomer Domkapitels. Einen Teil von ihnen hat der Erzbischof schon hier vorgefunden, einen anderen Teil hat er selbst ernannt. Die meisten von ihnen sind hochqualifiziert gewe­sen und sie haben eine tätige Rolle auf dem Gebiet der Diplomatie — wie im Falle von Simon Trevisoi, Mihály Kesztölczi. und in der Linie der Kirchenregierung (Mihály Turoni, Miklós Ostffi, Tamás Kuthasi) aus­geübt. Auch ihr Interesse für die Kultur ist natürlich von hohem Niveau. Über Mihály Turoni wird zum Beispiel aufgezeichnet, dass er als Erster das Breviárium im Jahre 1484, beim Budaer Buchhändler Tibold Fegler drucken gelassen hat. In der Stadt haben die Domherren Häuser gehabt und auf ihre eigenen Kosten sie eine Kapelle und Altere in der Heiligen Adalbert Basilika erhoben. In der Korporation sind der humanistische Schriftsteller Peter Váradi, der späterer Bischof von Kalocsa und der Dichter Péter Garázda zu finden. Zur Zeit des Bischofstums von Vitéz haben sich insgesamt 29 Domherren betätigt, von ihnen haben 13 die Universität absolviert. Der zweite Teil stellt Esztergom als die Hochburg des Humanismus dar. Es handelt sich um die Begrünung der Academia Istropolitana, die sich am 26. Juni 1467 in Esztergom vorgegangen ist. Hier haben die Lehrer, Wissenschaftler kürzere-längere Zeit verbracht, die aus Europa und aus anderen Gegenden von Ungarn gekommen sind und die Gesell­schaft, die Freigebigkeit und die Anregung von Johannes Vitéz ebenso geniessen konnten. In Esztergom hat sich Regiomontanus, einer der grössten Sternforscher seiner Zeit aufgehalten. Der Neffe des Kirchen­fürsten Janus Pannonius der Humanistendichter hat hier mehrmals geweilt, auf Grund seiner Erlebnissen von hier sind mehrere Gedichte entstanden. Wir können auch Galeotto Marzio, den berühmten italienischen Epigrammendichter erwähnen. An den ihm gewidmeten Werken kann man abmessen, in welcher Achtung ist Johannes Vitéz vor der Gelehrtenwelt. Im dritten Teil handelt es sich unmittelbar um den Hof, der als geographischer Hintergrund zur Begegnung der Wissenschaftler, Künst­ler gedient hat. Johannes Vitéz hat grossartige Bauarbeiten begonnen, als er das Erzbischofs-Palais in bedeutendem Masse vergrössert hat und mit seiner wunderbaren Voraussicht, gesegnet mit der Begabung eines 174

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