Ernst D. Petritsch: Ergänzungsband 10/1. Regesten der osmanischen Dokumente im Österreichischen Staatsarchiv. Band 1: 1480-1574 (1991)

Regesten

98 Emst Dieter Petritsch drei Muslime getötet worden waren. Fordert die Bestrafung der Verantwortlichen und strengere Überwachung der Waffenruhe. Osman.-türk. Orig. (48,5 x 27 cm, Siegelabdruck auf der Rückseite); ital. Übers, (ö): Turcica 10 Konv. 2 (1553 IX-XII) fol. 109f. - Reg.: Hammer Geschichte 9 372 n. 460 (unter dem Datum 1553). 244 (1553 November Mitte, Konstantinopel) Statthalter Sinän Pascha (von Anatolu ?) an die siebenbürgischen Wojwoden Franz Kendi und Stephan Dobó Ermahnt auf Befehl des Sultans die Siebenbürger in einem durch Tot Yäno§ (Tóth Já­nos) überbrachten Schreiben, den versprochenen, jedoch so lange verzögerten Tribut zu entrichten. Verlangt die sofortige Freilassung jener Leute, die zuvor mit der Tributfor­derung zu ihnen gesandt wurden, andernfalls Verwüstung und Zerstörung des gesamten Landes angedroht werden. Osman.-türk. Orig, (hüve 'i-gani ‘1-mu‘In [?], Tinte mit Goldstaub, Siegelabdruck auf der Rückseite), dt. Übers, (ö): Turcica 10 Konv. 2 (1553 IX-XII) fol. 73f. 245 (1553 ca. November, Konstantinopel) Mehmed an den gefangenen Bayräm Teilt mit, daß er durch Tóth János von seiner Gefangenschaft erfahren und von Sinän Pascha den Befehl zu seiner Freilassung erwirkt habe. Übermittelt Grüße von seinen Freunden, gibt weiters den Beginn des persischen Feldzuges, die Ermordung von Prinz Mustafa, den Aufbruch Süleymäns nach Haleb und die Rückkehr Rüstern Paschas (des abgesetzten Großwesirs) nach Istanbul bekannt. Osman.-türk. Orig, (hüve), dt. Auszug (ö): Turcica 10 Konv. 2 (1553 IX-XII) fol. 75f. 246 (1553 November 26, Buda) (960 zilhicce) 19 Beylerbeyi Tuygun Pascha von Budin an Ferdinand I. Beantwortet ein durch Dränoce Andrä§ (Andreas Támoczy) überbrachtes Schreiben, bedankt sich für die Geschenke und versichert, der Waffenstillstand werde auf Befehl Süleymäns genauestens eingehalten und das Heerlager an der Theiß sei aufgelöst wor­den. Verlangt energisches Durchgreifen zur Verhinderung der Waffenstillstandsverlet­zungen, die von Ferdinands Festungen Egri (Erlau), PUlät (Várpalota) und Kaposvár (Kaposvár) ausgehen; droht andernfalls mit Vergeltungsmaßnahmen.

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