Ernst D. Petritsch: Ergänzungsband 10/1. Regesten der osmanischen Dokumente im Österreichischen Staatsarchiv. Band 1: 1480-1574 (1991)

Regesten

Regesten der osmanischen Dokumente im Österreichischen Staatsarchiv 155 harm Sigismund Zápolya, die Wojwoden der Moldau und der Walachei werden auf os- manischer Seite in den Vertrag einbezogen, habsburgischerseits Nikolaus Báthory und Melchior Balassa, der übrigens außer Büna alle seinem Besitz entrissenen Orte zurück­erhalten soll; Auslieferung aller Flüchtlinge und Konfiszierung ihrer Besitzungen; Er­laubnis der Instandsetzung von Festungen innerhalb des eigenen Hoheitsgebietes; un­veränderte Zugehörigkeit der Dörfer rund um Tata zu Komom; weiterhin an beide Sei­ten zu leistende Abgaben einiger Grenzdörfer; keine Erhöhung der osmanischerseits ur­sprünglich festgesetzten Steuern; Gleichstellung der habsburgischen Residenten mit je­nen der übrigen Mächte; Kommissionen zur Festsetzung von Grenzen und Schlichtung von Streitfällen; Verbot von Duellen der Grenzer. Osman.-türk. Orig. ('Ahd-näme 253 x 40 cm, Tinte mit Goldstaub, teilweise gold, große Invocatio und Tugra gold), ital. Übers, (ö, 2 Exemplare): U. - Druck: Feridün Mün§e‘ät es-selätin 2 75f (arab. Transkr.); Schaendlinger Schreiben Süleymäns 1 87-94, n.32 (Faks., Transkr., dt. Übers.). - Reg.: Hammer Geschichte 9 288 n.160 (unter dem Datum 1565)', Holter Studien 441 n.3 (unter dem Datum 1565II16-21 ?); Bittner Staatsverträge 1 23 n.l 15; Matuz Herrscherurkunden 130 n.721. 441 1565 Februar 12-21, Konstantinopel 972 receb 11-20, Kostantiniye Großwesir ‘Ali Pascha an Maximilian II. Streicht seine Mitwirkung am Zustandekommen des Friedens heraus. Während der Friedensverhandlungen wurde jedoch einer seiner Verwandten, ein Aga der ' Azab von Budün, auf dem Wege von der Provinz Ösek (Esseg) nach BudUn von Räubern aus Szi­getvár überfallen, wobei 7 oder 8 Begleiter getötet und sämtliche Habseligkeiten ge­raubt wurden. Übersendet eine Aufstellung der geraubten Güter und verlangt ihre Resti- tuierung. Weist auch auf andere räuberische Streifzüge im Grenzgebiet hin und fordert die Bestrafung der Friedensbrecher. Osman.-türk. Orig. (Mektüb 82 x 29 cm, hiive, Siegelabdruck auf der Rückseite): U; ital. Übers, (ö): Hungarica 90 Konv.l (1565 I—III) fol.30f. - Reg.: Hammer Geschichte 9 380 n.564 (unter dem Datum 1565 Februar 16). 442 1565 Februar 21, Konstantinopel 972 receb 20, Kostantiniye Dekret Süleymäns I. Bestätigt, daß Maximilian II. gemäß der von seinem Vater Ferdinand übernommenen Tributpflicht durch die Gesandten Alberto lä Víz, Mikel Cemovic und Agäciyo §äb (Albert de Wijs, Michael Cemovic und Achatius Csaby) dem großherrlichen Schatz 90.000 gurü§ (Taler), dies entspricht den geforderten 60.000 filüri (Dukaten), und wei­ters den Wesiren 20.000 filüri und 15.000 gurü§ im Gesamtwert von 30.000 filüri ge­sandt habe. Es wurden also 20.000 filüri und insgesamt 105.000 gurü$ mit einem Ge­wicht von 981.620 dirhem überbracht.

Next

/
Thumbnails
Contents