Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/2. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1951)

IX. Nachträge - 82. Thea Oschinsky (Liverpool): Südtiroler Urkunden im Britischen Museum

534 Oschinslcy, wir den vorgenannten laeuten ze einen urchunde gegeben disen pr f, versigelt mit unserm insigel und sint s n auch gezeuge Fridrich von Trense, Nykel unser chellner, Gotschel unser brobst und ander laeut genüge. Der pr f ist gegeben ze Brihsen do von unsers herren gebürt waren tausent driu hundert jar in dem neunten jar an sand Johanns und sand Pauls tage, di weterherren haeizzent. Siegel an Pergamentstreifen fehlt. 6. 1313 SEPTEMBER 29, BRIXEN. Hartmann Guster und das Domkapitel von Brixen gestatten Albrecht und Niklaus, ihren Meiern von Stilfes (südöstlich Sterzing), den Meierhof zu teilen unter der Bedingung, daß sie einen zusätzlichen Zins von 13 galv. Roggen, einen Meier dienst, ein Kastenschwein und ein Pfund Berner zahlen 1). Perg. (23y2 b x 19 h). — S.: Add. Ch. 16305. In dorso: Est locato Alberto et Nicholao ad curiam in Stilves. (Hd. des 15. Jahrhunderts.) Chunt sei getan an disem prief allen den, die in sehent oder hörent lesen, daz wir Hartman Guster und allez capitel ze Prichsen mit gemaeinem rat, willen und gunst unsern maierhof, den wir in dem dorf ze Stilfs haben, gelihen und gelazzen haben Albrehten und Nyklausen seinem vettern unsern mayernn, daz si den selben unsern hof besühten und unbesühten, erpauten und unerpauten und dar zü allez daz, daz ze reht dar zü gehört haben und besitzen sülén, di weil si lebent mit dem gedinge, daz si uns da von alleu iar geben sülén den gesatzten zinse, swie der genant ist und der an unserm urborpüch benant und geschriben ist und den wir in nutcz und in gewer herpraht haben; und wan wir den vorgenanten Albrehten und Nyklausen verhengt haben, daz si denselben unsern hof in zwai tayl taylen sülén und mügén, darumb sülén si uns zü dem gewonleichem zinse des selben hofs alleu iar geben dreiczehen galvay rokken Prichsenaer mazz und einen mayerdiensta) und ein chastenswein und ein pfunt Bernaer, und in swelihem iar uns von den vorgenanten unsern mayern allez daz, daz hie vor benant und geschriben ist, versezzen versäumt oder nicht behalten wurde, so sint si gevallen von alle dem rehte, daz si an dem selben hof mohten haben. Auch haben wir gedinget, daz di vorgenanten laeut den selben unsern hof dl weil si lebent niht anders taylen neur als vil wir in erlaubt und verhengt haben noch verchümmern, verseczen, verchauffen, noch ires rehtes gegen nieman an unsern willen und gunst anwerden mügén noch sulen, taeten awer si da wider, daz sol danne dehaeyn chraft niht haben und sint darzü gevallen von irem reht als vorgeschriben ist. Waer awer, daz der selbe hof von in bayden oder des aeynen tayl von ihr aeynem verasaumt wurde, der ist awer gevallen von seinem reht und des selben tayl sol uns von im gaenczlich und aller dinge ledikch sein. Swenne awer si verderbent und niht sint, wellent dann ir ereben denselben unsern hof von uns besteen mit sölihem gedinge, daz zeitleich ist, des sülén wir in paz günnen danne frömden laeuten an als vil swaz chinder nach frawen Dyemüden, des vorgenanten Nyk- lauses hauzfrawe, deu ein aeygen weip ist, nach rehter taylung gehört und ziuhet, deu sülén noch mügén an dem selben unserm hof niht rehtes haben. Und dar umb, daz daz also staet beleibe, haben wir in gegeben disen prief versigeltem mit unserm hangendem insigel. Daz ist geschehen ze Brichsen vor sand Michels tage do von Christes gebürt ergangen waren dreuczehen hundert jar und darnach in dem dreiczehentem jar. Siegel an Pergamentstreifen fehlt. *) *) Siehe auch Urk. n. 5. a) s aus d korrigiert,

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