Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

I. Archiv-Wissenschaften - 5. Karl Lechner (Wien): Das Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz, seine Geschichte und seine Bestände, nebst Regesten

62 Lechner, Seelamt am Tage Pauli-Bekehrung und Sonntag nach Gottsleichnamstag auf Kirchweih. Siegler: Aussteller, Weigant von dem Wolf, Wigant der Snewerger und Rudiein Wisenfrezz. (Siegel 1 und 4 abgefallen.) (Nr. 140) (*) 41. 1353 XII 21. Eberl, Eidam der Raidin zu Weissenbach, und seine Kinder und seine Schwiegermutter Percht die Raidin, und ihre Söhne Heinrich, Paulus, Andre verkaufen einen Weingarten an der Aichleiten dem Propst Christan zu Gloggnitz und dem Gotteshaus zu Formbach, die Grundherren dieses Weingartens sind. Siegler: Christan der Propst, Weigant der Snewerger und Winther von Grasperch (heute Grashof, OG. Gloggnitz). (Siegel Nr. 1: in dreieckigem Feld eine Glocke. Umschrift: S. praepositi de Glocknitz). (Nr. 85) (*) 42. 1354 I 7. Ulreich von Formbach, Bürger zu Schärding, seine Frau und seine Söhne verkaufen dem Abt Martin von Formbach und dem Konvent alle ihre Rechte an dem Weingarten zu Gloggnitz, gelegen an dem alten Silberberg, den der Diener des Abtes hinterlassen hatte. Siegler: Aussteller. (Nr. 62) 43. 1355 V 4. Heinrich der Raid zu Gloggnitz und seine Frau Alheit und Paulus, sein Bruder, zu Weissen­bach kaufen von Propst Christan wieder einen halben Weingarten an dem Aichberg zurück, den ihre Mutter Percht die Raidin dem Gotteshaus Gloggnitz verkauft hatte. Siegler: Weigant der Snewerger. (Nr. 119) 44. 1356 III 21. Denchel der Schuster an der Zeil beurkundet, daß er mit des Grundherrn Hand einen Viertel Acker, der Burgrecht ist vom Gotteshaus Gloggnitz, von Paul Alber dem Mülner, gekauft habe. Er soll den Grunddienst dienen, wie das ,,Urbarbuch“ sagt, aber Ungeld oder Steuer soll er nicht anders geben als die Nachbarn. Siegler: Rudiein der Wisenfrezz. (Nr. 189) 45. 1356 IX 1. Ulrich der Weizzenpech verkauft seine halbe Wiese, die Werderinn, die gelegen ist zwischen Prukleins (Prigglitz) und Gortschach (Göttschach) und Burgrecht dient 20 dem Propst Christan von Gloggnitz. Siegler: Aussteller und Winther von Grasperch (beide abgefallen). (Nr. 120) 46. 1357 V 5. Heinrich der Wadlawer, Bader zu Gloggnitz, und seine Frau Gertrud verkaufen ihre Badstube zu Gloggnitz, die Burgrecht war vom Gotteshaus Formbach, um 2% U an Christan, den Propst zu Gloggnitz. Siegler: Replein von Kranichberg (in der Siegel Umschrift: Ropoldus Verlinus genannt). (Nr. 90) 47. 1357 V 25. Ulrich an der Praevn bestätigt, daß ihm Propst Christan zu Gloggnitz den großen Zehent in der Praevn (Prein, OG. Reichenau) gelassen hat für Lieferung von 2 Mut Korn und 4 Mut Hafer und 12 ß. Siegler: des Ausstellers Bruder Matheis und Weigant von dem Wolf. (Nr. 173) (*) 48. 1358 VII 4. Nyclas amWalberg zu Gloggnitz und Gefährten (darunter Ulrich der Chürsner zu Gloggnitz) verkaufen dem Abt von Formbach einen halben Weingarten, den sie von ihm zu Burgrecht hatten und der gelegen ist an dem Aichperg beim Hause zu Gloggnitz. Siegler: Weigant der Sneberger und Perhart von Gortschach. (Nr. 64) 49. 1360 VI 9. Otto der Tennicher und Dyemut, seine Frau, verkaufen ihren Hof in dem Nydern Tenikch (Unterdanegg), der ihr Burgrecht war von Abt Martin zu Frombach, um 9 ff an diesen. Siegler: Aussteller, Rapot, Burggraf zu Kranichberg, und Winther von Grasperch. (Nr. 45) (*) 50. 1360 VI 28. Nyclos von dem Wolf und seine Frau Margareth verkaufen ihres rechten Eigens einen Acker, der gelegen ist ,,in der Speck“ (Am Speck, Eh., OG. Gloggnitz), um 17 ß an den Abt von Formbach. Siegler: Aussteller und sein Vetter Michel, Sohn des Weigant (Nr. 2 abgefallen). (Nr. 133) 51. 1361 I 4. Herweich der Chrotendorffer und seine Frau Elsbeth beurkunden dem Propst Simon zu Gloggnitz und dem Konvent zu Formbach, daß sie an bestimmten Terminen 8 ]/2 ft, —30 /& zahlen müssen. Siegler: Aussteller und Winther von Grasperch. (Nr. 198) 52. 1363 II 1. Liebant von Appholtersbach (Apfaltersbach, OG. Gloggnitz) und Diemut seine Frau verzichten gegenüber Herrn Propst Simon, Verweser zu Gloggnitz, auf ihre Ansprüche an dem Wein­garten Stainwant, gelegen an dem Silberberg. Dafür gibt dieser ihnen wegen ihrer Notdurft alles, was er in seinem Hause hat, an Getreide und anderen Sachen. Siegler: Weigant der Sneberger und Stefan der Wurmprant. (Nr. 179) (*) 53. 1364 V 29. Walchuon von Hader, Burggraf zu Nevnburch (Neuburg am Inn), beurkundet, daß ihm Abt Otto und Konvent von Formbach die 4 ff Jh an Getreide um 40 tt Geld, die sein Herr, Herzog Rudolf von Österreich, auf sie und ihr Gotteshaus gelegt hat, völlig entrichtet habe. Siegler: Aus­steller. (Nr. 11) 54 a und b. 1367 VII 17. Winther von Grasperch und Peter der Aczspekch entscheiden als Spruchleute in dem Streit zwischen Bruder Symon, Propst von Gloggnitz, und Perhart dem Franawer über ein Holz und die Rainsteine, genannt „die Öd“ und gelegen bei „Duringstorf“ (Thürmannsdorf), dahin,

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