Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

IV. Quellen und Quellenkunde - 38. Leo Santi faller (Wien): Die Preces primariae Maximilians I. Auf Grund der Maximilianischen Registerbücher des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs

578 Die Preces primariae Maximilians I. Auf Grund der Maximilianischen Registerbücher des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Von Leo Santifaller (Wien). Inhaltsübersicht: Einleitung: Seite 1. Allgemeines.................................................................................................................................................. 578 2. Über die Preces-Register Maximilians 1................................................................................................ 582 a) Der Pergament-Kodex EE (1486) ..................................................................................................... 582 b) Der Papier-Kodex (1508?).................................................................................................................. 583 3. Über die Edition........................................................................................................................................ 585 Edition: 586 I. Der Pergament-Kodex EE (1486)......................................................................................................... 586 II. Der Papier-Kodex (1508?)....................................................................................................................... 632 Register der Personen............................................................................................................................................ 648 Einleitung. 1. Allgemeines 1). a) „Seit dem 13. Jahrhundert haben die deutschen Kaiser mit Rücksicht auf ihre Krönung sowohl zum deutschen König wie auch zum Kaiser das Recht beansprucht, einmal nach derselben von jedem zur Verleihung von Benefizien und Pfründen oder zur sonstigen Ver­fügung über solche berechtigten Stift oder Kloster im deutschen Reich die Übertragung einer Pfründe auf eine von ihnen bezeichnete Person oder die Aufnahme derselben als Kanoniker, Mönch oder Nonne zu verlangen (ius primariarum precum oder Recht der ersten Bitte)2)“. Diese von Hinschius auf Grund des ihm zugänglichen Quellenmaterials aufgestellte Definition wurde sodann von Bauer etwas modifiziert und dieser stellt als Hauptmerkmale des könig­lichen Rechtes der ersten Bitten folgendes fest3): 1. Die Ausübung erstreckt sich auf alle geistlichen Anstalten im Reich, d. h. auf sämtliche Kirchen innerhalb der Reichsgrenzen, d. s. die Metropolitan- und Kathedralkapitel, die männlichen und weiblichen Chorstifter, *) Vgl. zum folgenden: Paul Hinschius, Das Kirchenrecht der Katholiken und Protestanten 1, 1878, S. 639—649; Heinrich von Srbik, Die Beziehungen von Staat und Kirche in Österreich während des Mittelalters, Innsbruck 1904, S. 199—203; Heinrich von Srbik, Zum ius primariarum precum (Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kan. Abt. 4, 1914, S. 486—497); Ulrich Stutz, Kirchenrecht (Enzyklopädie der Rechtswissenschaft, herausgegeben von Holtzendorff, 5. Bd.) 1914, S. 335; Albert Werminghoff, Verfassungsgeschichte der deutschen Kirche im Mittelalter (Grundriß d. Gesch. Wiss. II. 6), 2. Aufl., Leipzig 1914, S. 54; Hanns Bauer, Das Recht der ersten Bitte bei den deutschen Königen bis auf Karl IV. (Kirchenrechtliche Abhandlungen, herausgegeben von Ulrich Stutz, 94. Heft), Stuttgart 1919; Leo Santifaller, Das Brixner Domkapitel, 1924—25, S. 220 ff.; Hans Erich Feine, Papst, Erste Bitten und Regierungsantritt des Kaisers seit dem Ausgang des Mittelalters (Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kan. Abt. 20, 1931, S. 1—101). 2) Hinschius, S. 639 f. 3) Vgl. Bauer, S. 3 ff., 9.

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