Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

III. Heraldik und Geneologie - 18. Wolfgang Kotz (Wien): Das Schweizer Wappenbuch

Das Schweizer Wappenbuch. 307 höheren Adels), sohin insgesamt 9, weiters auf den Seiten 542 bis 553 je 5 Wappen, sohin insgesamt 60 (vereinzelt auch mit weitergehenden Legenden). Auf Seite 554 befindet sich eine neue Überschrift: ,,Hiernachuolgendte, wahren Alle Deß Hertzogen Räth.“, darunter 4 Wappen, weiters auf den Seiten 555 bis 558 je 6 Wappen, so daß diese Gruppe insgesamt 28 Wappen aufweist. Auf Seite 559 lesen wir wieder eine neue Überschrift: „Volgen aller Vbrigen adelß personen namen Vndt Wappen Welche mit Erzherzogen sindt vor Sempach vmbkomen vndt geblieben.“ Diese Gruppe umfaßt auf derselben Seite 3 Wappen und auf den weiteren Seiten 560 bis 601 je 6 Wappen, sohin insgesamt 255 Wappen. Die Legenden enthalten nur ganz vereinzelt über Nennung des Namens hinausgehende Angaben. Die Seite 602 zeigt oben das burgundische Wappen und ist summarisch den über 250 Burgundern gewidmet, deren Namen ,,Vnbewüst“ sind; unterhalb desselben befindet sich ein Doppel­wappen eines N: von Husenegg, den der Herzog aus dem Etschland mitgebracht hatte, wobei bemerkt ist: ,,der bracht mit Jmme: 35. Ritter vndt Knecht“. Auf den Seiten 603 bis 605 sind je 4 Wappenschilde den in der Schlacht umgekommenen Angehörigen der Städte gewidmet, u. zw. auf den Seiten 603 und 604 je 4 Stadtwappenschilde, summarisch insgesamt 72 Angehörigen der betreffenden Städte und auf Seite 605 4 Familienwappenschilde dem Andenken von Einzelpersonen. Ähnlich dem ersten Teil sind auch im zweiten Teil die auf dem linken Teil der Blatt­seiten enthaltenen Wappen im Spiegelbild dargestellt und nach (heraldisch) links gewendet. Die auf dem rechten Teile der Seiten wiedergegebenen Wappen sind nach (heraldisch) rechts gekehrt. Die in der Mitte der Seiten dargestellten Wappen sind in der Mehrzahl dem Beschauer zugewendet. Bei einigen Wappenbildern sind die vorgezeichneten Schablonen für den Schild nicht ausgefüllt; die Helmdecken sind da entweder überhaupt nicht tingiert oder violett-gelb oder violett-weiß gehalten. Soweit die Wappen zeichnerisch ausgeführt sind, sind sie sämtlich in Tinkturen wiedergegeben. Das Register beginnt mit der Angabe des Buchtitels. Es folgen nach Buchstaben (jedoch innerhalb der Buchstabengruppen nicht in alphabetischer Reihenfolge) geordnet die Hinweise auf die im ersten Teile des Buches enthaltenen Wappen u. zw. bei einer jeden Buchstabengruppe untergeteilt; zuerst sind die Wappen des hohen Adels, dann die der Freiherren und schließlich ,,die von“ (hier sind auch die übrigen Wappen inbegriffen) angeführt jeweils mit der Angabe der Zahl der Seite (fälschlich ,,Folio“ genannt), wo das betreffende Wappen abgebildet ist. Zum Schluß des Registers ist unter ,,NB“ in einigen Zeilen ein ganz summarischer Hinweis auf die auf Seite 527 beginnende Zusammenstellung der Namen und Wappen der Gefallenen von Sempach. II. Der Verfasser der Handschrift hüllt sich in Anonymität. Auch wissen wir nichts über die Absicht, die mit dem Buche verfolgt werden sollte. Eine in einer Legende auf Seite 355 enthaltene Bemerkung: ,,vide in meo libro“ scheint darauf hinzudeuten, daß er noch ein anderes Werk verfaßt habe. Daß er bei der Abfassung der Legenden eine gewisse Kritik nicht außer acht ließ, davon geben zahlreiche eingestreute Bemerkungen, wie ,,certe“ oder ,,puto“, Aufschluß. Einmal begründet er allerdings seine Kenntnis seltsamerweise mit ,,Ex Nescio“. Manchmal zitiert er sich selbst, so wenn es sich um die Besprechung einer Familie handelt, die unter zwei Namen angeführt ist. Daß die für die alphabetische Ein­reihung maßgebenden Kriterien öfters andere sind, als sie dem heutigen Gebrauch entsprechen, so insbesondere bei zusammengesetzten Familiennamen oder bei der Einreihung nach dem Prädikatsnamen, und der Verfasser überdies bei der Einordnung zusammengesetzter Namen nicht konsequent vorgeht, erschwert dem Benützer das Auffinden von Namen einiger­maßen. Einmal kann man ihn bei einem Widerspruch ertappen: Das im ersten Teil auf Seite 377 enthaltene Wappen des Hartmann von Secheim, ,,qui in Sempach perijt“, ist

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