AZ EGYETEMI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVEI 6. (Budapest, 1972)

Könyvtárunk és egyetemünk története - Tóth András: Die Entwicklung der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek von Budapest. (Zusammenfassung)

súlyosnak mondható is: a két Kovachich-féle kódexre, Pázmány kéziratára és Kossuth leveleire gondolunk itt. Láttuk azt is, hogy a kézirattár gyűjtőkori profilja — bár az évszázadok során természetes átformálódáson ment keresztül — lényegileg nem változott: alap­jellege ma is, mint a régmúltban, elsősorban hit- és történettudományi, egyetem- és tudománytörténeti, ill. történeti forrásmegőrző. Mint minden tudományterületen, az eddigi eredmények itt is új utakat mutatnak. Mutatják elsősorban azt az utat, melyet a további feltárás során a tár dolgozóinak járniok kell: új módszerekkel a régi katalógusok átdolgozása, a még hiányzó anyaggal való kiegészítése és nyomta­tásban megjelentetése mellett arra kell törekedniök, hogy a szükségleteknek megfe­lelően új, differenciált gyűjteményrészek alakuljanak ki, s ezek feltárása terén is a legmodernebb címleírási és technikai módszerek legyenek alkalmazhatóak. DIE ENTWICKLUNG DER HANDSCHRIFTENABTEILUNG DER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK VON BUDAPEST (ZUSAMMENFASSUNG) Der Aufsatz schildert die Entwicklung der Handschriftensammlung einer der ältesten unga­rischen Grossbibliotheken vom sammel- und geschichtswissenschaftlichen Standpunkt und gibt gleichzeitig ein Bild von der Art ihres Bestandes. Zu Beginn werden die Kataloge besprochen und es wird darauf hingewiesen, dass Handschriften anfangs mit den Büchern zusammen aufbewahrt und in Evidenz gehalten wurden. So ist in den ältesten uns erhaltenen Katalogen (sie wurden im Jahre 1632, beziehungsweise 1690 angelegt) erwähnt, dass die Bücher und Handschriften zusammen aufbewahrt wurden. Erst nach der Auflösung des Jesuitenordens und als die Bibliothek und die Universität staatliche Institute wurden, entstand die selbstständige Handschriftensammlung und begann die Erschliessung in einem eigenen Katalog. Die Universitätsbibliothek war bis 1773 Bestandteil der unter der Leitung des Jesuitenordens stehenden Universität. Zu dieser Zeit wuchs hauptsächlich die Zahl der theologischen und philoso­phischen Manuskripte, und später die zu der Rechtslehre, bzw. der zur Seelsorge nötigen Handschrif­ten an. Hier können nur einige besonders interessante Schriften erwähnt werden, so z. B. die des Erzbischofs Peter Pázmány, Gründer der Universität, oder die Manuskripte von György Káldi, des ersten ungarischen Übersetzers der Vulgata. Nach der Auflösung der geistlichen Orden zur Zeit Maria Theresias und Josephs des Zweiten, änderte sich das Profil der Handschriftensammlung grund­legend. Damals kam die primär geschichtliche (weniger die kirchengeschichtliche) Eigenart zustande und solcherart kamen zahlreiche, hauptsächlich aus den Bibliotheken der Pauliner —Klöster stam­mende wertvolle lateinische und ungarische Codices auf die Regale. Die Verstaatlichung der Universität sowie der Bibliothek gab der Handschriftensammlung auch anderweitig ein ganz neues Gesicht und bereicherte sie mit neuen Elementen. Zu dieser Periode begannen auch häufiger Sammlungen aus dem Nachlass der Professoren und auch die infolge der Zensurtätigkeit der Universität dorthin gekommenen Handschriften einverleibt werden; ferner Handschriftensammlungen zur Geschichte des höheren Unterrichtswesens und die früher in admi­nistrativer Obhut befindlichen Dokumentensammlungen jesuitischer Historiker, die eine prominente Quellen unterläge der ungarischen Historiographie darstellen. Im 19. Jahrhundert wurde die Hand­schriftensammlung hauptsächlich durch Geschenke und Vermächtnisse bereichert, wobei ihr Profil als Quellensammlung zur ungarischen Geschichte immer markanter und von überragend wertvoller Bedeutung wurde. Neben dem Urkundenmaterial zur ungarischen Geschichte des 16. und 17. Jahr­hunderts dürften die aus der Bibliothek des Königs Matthias, der Bibliotheca Corviniana stammen­den lateinischen Codices, sowie drei ungarische Sprachdenkmäler in literatur- und kulturgeschicht­licher Hinsicht von überragender Wichtigkeit sein. Neben den Professoren haben auch zahlreiche, mit der Universität nicht in direkter Verbindung stehende Gelehrten und Sammler die Handschrif­tensammlung der Universitätsbibliothek für würdig befunden, ihre Privatsammlungen ihr zu hinter­lassen, so z. B. Pál Balogh (der Hausarzt von István Széchényi), János Pethő, der die Handschriften­sammlung mit einer bedeutenden Urkundensammlung bereicherte. Der Zahl der Käufe war zahlenmässig weniger. In diesem Zusammenhang muss erwähnt wer­de, dass die Handschriftensammlung erst nach 1945 Codices zu kaufen vermochte. In den letzten Jahrzehnten spielten neben den früher primären Hinsichten des geschichtlichen Quellensammelns 40

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