AZ EGYETEMI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVEI 4. (Budapest, 1968)

Az egyetemi könyvtár állományából - Horváth Lóránt: Ungarn betreffende alte deutsche Drucke der Budapester Universitätsbibliothek. I. 1475–1600

UNGARN BETREFFENDE ALTE DEUTSCHE DRUCKE DER BUDAPESTER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK I. (1475-1600) LÓRÁNT HORVÁTH Im vorliegenden Auswahl-Katalog beschreiben wir die in der Budapester Universitätsbibliothek (im weiteren: BUB) aufbewahrten Ungarn betreffenden deutschsprachigen Drucke des 15. und 16. Jahrhunderts. Ein früherer Versuch, diese Drucke zu erfassen, wurde von Károly Kertbeny in seiner auch noch heute bedeutendsten Bibliographie der deutschsprachigen Hungarica vor 88 Jahren unter­nommen, in welcher er bei einigen Nummern auch die BUB als Fundort verzeich­net hat. Die Bibliographie wurde von einem Zeitgenossen, dem Germanisten Gustav Heinrich in einer kurzen Rezension folgenderweise bewertet: „... Wir haben es hier mit einer Arbeit zu thun, welche gewiss nicht frei ist von Irrthümern und Schrul­len, aber durchaus auf den fleissigsten Forschungen beruht und dem Geschichts­schreiber und Literarhistoriker, bei etwas vorsichtiger Benützung, ausgezeichnete Dienste leisten kann ... So sehr die tadellose Correktheit gerade bei Arbeiten solcher Art das allerwichtigste Erfordernis ist, so schwer ist dieselbe doch in Folge der Massenhaftigkeit - der vorliegende Band umfasst 1473 [!] Nummern - und theil­weise Unzugänglichkeit des aufgearbeiteten Materials zu erreichen, wie dies schon aus den zahlreichen Fällen zu ersehen ist, in denen Kertbeny die Angaben älterer Bibliographen zu berichtigen in der Lage ist. So haben sich denn auch in den vor­liegenden Band mancherlei Irrthümer eingeschlichen, welche den leichtgläubigen und oberflächlichen Forscher im einzelnen Fall wohl irreführen können, den Werth der überaus mühsamen und vielfach dankenswerten Arbeit jedoch nur wenig be­einträchtigen." (Ungarische Revue, 1881. S. 62-63.) Diese Einschätzung - mit Hervorhebung der Bedeutung des Werkes und zu­gleich mit einer allgemeinen Kritik desselben - gilt auch noch heute für stichhaltig. Trotz der vergangenen 88 Jahre steht eine gründlichere Bewertung dieser Biblio­graphie noch immer aus, zwar wurde inzwischen das gesammelte Material unga­rischerseits von Apponyi, Ballagi, Hubay, und in der jüngsten Vergangenheit deutscherseits von Jügelt - beträchtlich ergänzt. Die erwähnten Werke sammeln aber aus einem abweichend umgrenzten Gebiete. Die Bedeutung dieser Ergänzungen ergibt sich aus ihrem Verhältnis zum Kert­benyschen Korpus. Kertbenys Bibliographie enthält 1427 Nummern. In den obigen Werken sind unter anderen insgesamt ca. 1120 deutschsprachige und in die behan­delte Periode gehörige Drucke beschrieben. Davon dürfen aber höchstens 400 Nummern als wirkliche Ergänzungen (keine Wiederholungen) betrachtet werden. Wenn wir dieses Ergänzungsverhältnis mit dem von anderer, die selbe Periode 203

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