AZ EGYETEMI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVEI 4. (Budapest, 1968)

Könyv- és könyvtártörténet - Hermann Zsuzsanna: Über die Marginalien der Dernschwamschen Büchersammlung. (Zusammenfassung)

... HI ' »••".' ­Nem bukkantam kincsekre Dernschwamnak azon könyveiben, amelyeket módom volt átnézni. Nem találtam bennük lényeges ismeretlen adatokat, új össze­függéseket megvilágító tényeket, gondolatokat. Mégis, ennek az elmélkedve - és kezében tollat tartva - olvasó embernek e néhány asszociációjából is kicsendül korának, a 16. századnak számos problémája, gondja-baja, köztük a számára is egyik legfájóbb, Magyarország pusztulása. S nyújt talán némi segítséget ahhoz, hogy jobban megismerjük e kornak egyik figyelemreméltó alakját, a jegyezetek íróját, Hans Dernschwamot. ÜBER DIE MARGINALIEN DER DERNSCHWAMSCHEN BÜCHERSAMMLUNG (Zusammenfassung) Die Absicht dieser Arbeit war keineswegs die in der Wiener Nationalbibliothek aufbewahrten Biichersammlung des Fugger-Faktors in Ungarn, Hans Dernschwam (1494-1568), buchgeschicht­lich zu bearbeiten. Die Verfasserin begnügte sich diesmal mit der Untersuchung der Notizen, die von Dernschwams Hand in die Bücher eingetragen wurden. Es konnte zwar nur ein Bruchteil der Bücher durchgesehen werden, doch das gesichtete Material mochte vielleicht auch zur Charakterisierung der Aufzeichnungen beitragen. Es werden da im Wesentlichen keine neue Tatsachen geboten, doch die über Dernschwam bisher bekannten Daten werden einigermassen befestigt und erweitert. Die Marginalien - scharf kritischen Geistes — zeugen vom Dernschwams Hass gegen Mönche und Päpste, von seiner Sorge um die Einheit des Heiligen Römischen Reiches, um die schwindende Macht des Kaisers. Er sah der Verwüstungen in dem, von ihm als ein reiches und wertvolles Land hochgeschätzten Ungarn betrübt zu. Er lässt seinem Groll gegen den ungarischen Adel, den er für die Türkenkatastrophe mitverantwortlich hielt, freien Lauf. Die Marginalien, wie seine beiden im Laufe der letzten 200 Jahre gedruckten Werke, lassen Dernschwam als eine zuhöchst interessante Gestalt des Nach—Mohatsch-Ungarn erscheinen. Sie sind von einem Mann geschrieben, der am Gebiet der humanistischen Bildung genauso bewan­dert gewesen, wie in den Fragen der Wirtschaft. Er war ein kritischer Beobachter der Verhältnisse in Ungarn, die er - ein Ergebniss der im Dienste der Fugger verbrachten Jahrzehnten - auch aus­gezeichnet kannte.

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