Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/11)

Marga Schmidt — Wolfgang Zillmer: Erste ergebnisse der Forcshun-gen zur Erhöhung der geistigen Aktivität der Schüler im Mathematikunterricht

- 150 ­7. In Festigungsstunden wurde häufiger als in Erarbeitungstunden versucht zu differenzieren. • In bezug auf den Einfluß allgemeiner Qualitätsmerkmale des Unterrichts auf die Schüleraktivität zeichnet sich folgendes Bild ab: 1. Es besteht ein untrennbarer Zusamennhang zwischen der Erhöhung der geistigen Aktivität und der Erziehung zur bewußten Disziplin sowie der Qualität des führungesstils des Lehrers. 2. Ein hoher Ausprägungsgrad en bewußter Disziplin ist eine Grundbedingung für die Erhöhung der geistigen Aktivität. 3. In den Mathematikstunden der Unterstufe und der Klassen 5/6 gelingt es den Lehrern besser, einen dem Alter angemessenen sozialistischen Führungsstil zu realisieren als in der Oberstufe. 4. Altersbedingte Besonderheiten in der Persönlichkeitsentwicklung (z. B. Selbständigkeitsstreben, zunehmende Kritikfähigkeit) werden in oberen Klassen (9/10) nur ungenügend beachtet. 5. Wesentlich für die Sicherung und Erhaltung der Disziplin im Unterricht sind die Autorität des Lehrers und ein gutes Lehrer-Schüler­Verhältnis. 6. Ursachen für Schwierigkeiten beim Erhalten der Disziplin liegen in: - unzureichender Zeitplanung, - Inkonseguenz beim Stellen von Forderungen, - unezakte und unklare Gesprächsführung. 7. Wurde den Schülern zu viel Zeit beim Lösen von Aufgaben gelassen, so kam es zu einem Aktivitätsabfall. 8. Unzureichend ist die Befähigung der Schüler zur geistigen Tätigkeit durch Vermittlung von Methoden und Verfahrenskenntnissen. Zusammenfassend läßt sich zu diesem Aspekt hervorheben, daß sich deutlich zeigte, daß den Persönlichkeitseigenschaften des Lehrers und den sozialen Beziehungen im Klassenkollektiv ein hoher Stellenwert zukommt. Eine in der Klasse herrschende gute soziale Atmosphäre ist eine notwendige Voraussetzung dafür, daß eine geistig aktive Haltung überhaupt entwickelt werden kann. Sie allein reicht aber nicht aus, wenn die von der didaktisch-methodischen Konzeption der Stunde ausgehenden Möglichkeiten nicht oder nur ungenügend genitzt werden.

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