Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/05)
H. -Dieter Pöltz: Das entwicklungsproblem im Verhältnis von philosophie und naturwissenschaft
- 36 ENGELS und LENIN. Vielleicht ist es in Beziehung zu den Vorhersagen KANTs nur ein Wortspiel, wenn man — in Anlehnung an einen von ENGELS gewählten bildhaften Vergleich — den erreichten Stand in der theoretischen Arbeit durch einen Gipfel beschreibt, von dem aus das ganze bisher gesammelte Wissen über Natur und Gesellschaft "klar und übersichtlich daliegt, wie die niederen Berglandschaften vor dem Zuschauer, der auf der höchsten Kuppe steht" (ENGELS 1972. 436.) Jedenfalls können antievolutonnistische Aufassungen heute nur noch als Kuriosität abgetan werden. Daraus darf man aber nicht den Schluss ableiten, dass alle Arbeit getan sei und wir uns mit der blossen Interpretation von den klassikern des MarxismusLeninismus gewonnener Einsichten begnügen könnten. "Die Prinzipien", schrieb FRIEDRICH ENGELS, "sind nicht der Ausgangspunkt der Untersuchung, sondern ihr Endergebnis; sie werden nicht auf Natur und Menschengeschichte angewandt, sondern aus ihnen abstrahiert; nicht die Natur und das Reich des Menschen richten sich nach den Prinzipien, sondern die Prinzipien sind nur insoweit richtig, als sie mit Natur und Geschichte stimmen" (ENGELS 1975. 33.). In diesem Verständnis ist uns als Aufgabe gestellt, im Wechselspiel von Anwndung und Weiterentwicklung philosphischer Theorien diese durch "Verallgemeinerung der neuesten Erkenntnisse von Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis" (HAGER 1975. 59.) ständig zu bereichern, was heisst, ihre weltanschauliche Wirksamkeit zu erhöhen. Nachfolgend soll am Beispiel der Sternentwicklun g gezeigt werden, - das s es auch im bereich der anorganischen Natur objektive Entwicklungsprozesse gibt, - welche s die treibenden Kräfte der gesetzmässig ablaufenden Verändertungen sind und - wi e bestehende Zustände überwunden und neue hervorgebracht werden. Zugleich wird damit die Absicht verbunden, eine von uns erarbeitete Entwicklungskonzeption, deren Brauchbarkeit durch Anwendung in anderen Bereichen nachgewiesen wurde, in ihren Grundzügen vorzustellen. Als Ausgangspunkt der Betrachtungen wird ein aus einer kosmischen Gas-StaubWolke, danach einem Protostern hervorgegangener Hauptreihenstern gewählt. Ein solches Vorgehen erhält seine Begründung dadurch, dass die Sonne zu diesem Sternentypus gehört und wir mit ihr ein ideales Studienobjekt für