Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)

Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter

- 51 ­vor Versagen, sich herauszubilden beginnen und immer mehr festigen. Gewöhnlich gehen pädegogisch-psycholgoische Überlegungen in der Haupt sache dahin zu prüfen, wie man durch die Gestaltung der Lebensbedingungen und insbesondere der pädagogischen Maßnehmen zur Entwicklung der Kinder beitragen kann. Das ist eine sehr wichtige, aber doch nur eine Seite der Subjekt-Objekt-Dialektik. Wir sollten die andere Seite nicht vernachläs­sigen und uns im täglichen pädagogischen Geschehen auch folgende Fragen stellen: - Welchen spezifischem Anteil können Kinder im Fühen Schulalter selbst an ihrer eigenen Entwicklung haben? - Welche Möglichkeiten können Kindern gegeben werden, um Sujbekte ihrer Lebensbeziehungen zu sein und als Subjekt ihrer Tätigkeit verändernd auf sich und ihre Umwelt einzuwirken? - Wie können objektive Bedingungen und individuelle Voraussetzungen ge­schaffen bzw. genutzt werden, damit die Kinder zum Subjekt ihrer Selbs­terkundung und ihrer Selbsterkenntnis werden? Diese und ähnliche Fragen sind im praktischen ErziehungsprozeB stets zu bedenken, denn jedes Kind vollzieht seine Entwicklung letztlich selbst in seiner eigenen Tätigkeit. Insofern ist auch psychische Entwicklung stets Selbstentwicklung, kann niemand einem anderen dessen Entwicklung abnehmen, sie für ihn ausführen oder vornehmen. Das gilt generell und ­wie wir zu kennzeichnen versucht haben - auf spezifische Weise für das Zusammenfassung jüngere Schulalter. Ausgehend von wichtigen Thesen der marxistischen Psyshologie und Pä­dagogik zur Subjekt-Objekt-Dialektik in der Entwicklung der Persönlich­keit, werden zunächst wesentliche objektive Bedingungen, die für das frü­he Schulalter spezifisch sind, in ihrer Bedeutung für die Subjektposition des Kindes dargestellt. Danach stehen vor allem Möglichkeiten und Voraus­setzungen, durch die das Kind zum Subjekt seiner Tätigkeit und seiner Entwicklung werden kann, im Mittelpunkt der Analyse.

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