Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)
Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter
- 43 GÜNTER KISLAT UND KARLHEINZ OTTO BESOM3ERHEITEN DER SUBJEKT-OBJEKT-DIALEKTIK IM FRÜHEN SCHULALTER Soll das Resultat pädagogischen Bemühens in der Entwicklung von Persönlichkeiten bestehen, die dem Bildungs- und Erziehungsideal unserer sozialistischen Gesellschaft entsprechen, dann ist das nur möglich, wenn die Kinder nicht einseitig Objekt von Anforderungen aus ihrer Umwelt sind, sondern wenn sie aktive Mitgestalter des gesamten Lebens in Schule, Hort und Pionierorganisation, wenn sie immer mehr zum verantwortungsbewußten Subjekt ihrer gesellschaftliechen Beziehungen und ihrer Tätigkeiten werden (vgk. Ananjew 1984, S. 150; M.Honecker 1983). Um die Lösung dieser Problematik haben sich die marxistische Psychologie und Pädagogik seit .langem intensiv bemüht (vgl. u.a. Rubinstein 1962; Leontjew 1964, 1979; Hausten 1973; Galperin 1980; Kossakowski 1980). Einige Grundthesen seien zunächst vorangestellt, bevor wir in einem zweiten und dritten Abschnitt versuchen, die spezifischen Erscheinungs- und Wirkungsweisen der Subjekt-Objekt-Diallektitk im frühen Schulalter zu kennzeichnen (vgl. auch Kislat/Otto 1986). 1./ Die Tätigkeit - das Begegnungsfeld zwischen Subjekt und Objekt Auch Kinder stehen in der Tätigkeit bereits als Subjekte handelnd, erkennend, bewertend und kommunizierend in reproduktiver und produktiver Wechslen beziehung mit ihrer gegenständlich-sachlichen, geistigen und sozialen Umwelt. Dadurch eignen sie sich einerseits die vergegenständlichten gesellschaftlichen Erfahrungen an (Subjektivierung) und wirken sie andererseits auf vielfältige Weise verändernd auf ihre Lbensbedingungen ein (Objektivierung). Die Tätigkeit stellt also das Begegnungsfeld zwischen dem Kind als Subjekt und den Objekten seiner Umwelt dar, wobei beide Seiten, Subjekt und Objekt, wechselseitig ineinander übergehen.