Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1990. Germanistiche Studien (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 20)
Domonkos Illényi, Zusammenhänge zwischen der Gesellschaftstheorie des Neoliberalismus und Neokonservatismus und seiner Friedensstrategie
57 für multi- und supranationale kapitalistische Geldinstitute, um in der Wirtschaft der kredi tauf nehmenden Länder Einblick zu gewinnen, zur Formierung und Deformierung der wirtschaftlichen Grundprozesse. Das volkstümlichste der Friedensstrategie: die unter der neuen populistischen Welle am meisten verbreiteten Ideen, der Schutz und die Neudefinierung der sich auch auf die sozialistischen Länder ausbreitenden Menschenrechte, der Schutz der über eine entwickelte Kultur verfügenden unterdrückten Nationen und Nationalitäten, die gleichzeitige Aufhebung und Erhaltung des sich herausgebildeten Staatus quo, wobei vorerst die Betonung auf die Erhaltung fällt. Weiteres wichtiges Element der Friedensstrategie ist der äussere Frieden; mit der Betonung des Friedens zwischen den Staaten erfolgt gleichzeitig ein Verlust an Revolution und Klassenkampf in den Demokratien, in den bürgerlichen Gesellschaften und das alles ergänzt die Unfähigkeit und Unproduktivität der unter gesellschaftlichen Veränderungen erzwungenen politisch-ökonomischen Ordnung mit Beweisen. Das hängt mit der These zusammen, dass die rational aussehenden Bemühungen um Innovation und Modernisierung im Irationalismus und in einer Krise durchgeführt werden, weil die Gesellschaften, die vom klassischen Entwicklungsweg abgewichen sind, die sogenannte Rationalität - in Wirklichkeit - der Allmächtigkeit der unproduktiven Spekulationen untergeordnet haben. Währenddessen haben geschichtliche Erfahrungen bewiesen, dass wirtschaftliche Vorläufe, Prozesse in ihren Teilen nicht zu rationalisieren sind.** Aus dem obengenannten folgt, dass der Neoliberalismus - genährt durch den Traditionalismus - den Frieden verkündet, den nur eine mit herkömmlichen Werten (Glaubenswerte, liberale Werte z. B.) aufwachsende Elite für die Menschheit garantieren kann, vor allem bei der Erhaltung des Friedens, bei der Verhinderung eines nuklearen Krieges durch Zusammenfassung der interessierten Kräfte, mit klugen Kompromissen, mit Überzeugung.^ Die neoliberale-neokonservative Denkweise hält dafür das abschrekende Vorhandensein von Waffen für notwendig, Erprobung neuer Waffen im Westen unter dem Motto der allgemeinen Abrüstung, - die radikale Verringerung der herkömmlichen und nuklearen Kräfte im Ostend Die Offensive der neoliberalen Friedensstrategie hat über die Erhaltung des Staatus quo hinaus schon am Ende der 80-er Jahre die ökonomisch-politische Ordnung eines Teils der ehemaligen sozialistischen Länder schon zum Ziel genommen. * Bemerkung: Seit der Abgabe der Studie hat sich "das sozialistische Weltsystem" aufgelöst . Der Verf asser