Az Egri Pedagógiai Főiskola Évkönyve. 1956. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; Tom. 2)
II. Tanulmányok a nyelv-, az irodalom- és történettudományok köréből - Dr. Bihari József: Fejezetek az egri szerbek és görögök történetéből
plaéjati. (do onog vrenema, dokle Cerkov naSja ot dolgov Svoih izplacena budet, i posle naki za dalsee Soversiti budemo v'kupje. Ninjeze muzdno es» kako grekom tako i Serbliem skorjeisee ucitelie za pridobavit staratisja, da djeti nasja ucenija posljediti mogut. Prisem eSce Covensihom, da' Greceski nisei djeti Sl;obodu imjejut v'Serbsku skolu hoditi, i Serbski uéitusja bez nikakovoga nagrazdenija, Takozsd Serb .... sknja, dijeti u Grecesku Skolu. Dr. Bihari József Abschnitte aus der Geschichte der Serben und Griechen oon Eger Zusammen f. ssung Diese Arbeit beleuchtet eine Frage aus der Geschichte der Stadt Eger, die bisher ausser Acht gelassen wurde. Ein hiesiger Historiker, Breznay Imre wollte sich zwar in seiner Arbeit auch mit den Serben beschäftigen, wurde aber aus materiellen Gründen — wie er sich äusserte es unterlassen. So gingen im Ungarn unter der Regierung Horthy viele schöne Pläne und Bemühungen unter. Und wen interressierte wohl während der 25 Jahren wilden Chauvinismus das strebende Leben einer von dem Klerus unterdrückten Volksgruppe? Nur die neue, seit unserer Befreiung eingetretene und sich auf die fortgeschrittene Nationalitätenpolitik der Sowjetunion stützende historische Epoche schuff die Möglichkeit der Ausschachtung einiger Abschnitte aus der Gesichte jenes Serbtums und Griechentums, dessen Söhne beinahe bis zum Ende des XVIII. Jahrhunderts in dem Leben unserer Stadt eine wichtige und nützliche Rolle spielten. Unsere wichtigere Feststellungen lauten: 1. In Eger gab es Serben schon vor der sogenannten grossen Ansiedlung (1690). Alte Urkunden erwähnen sie unter den Namen „Vlah, Raize, Ruthene, Bosniak", werden oft mit den Griechen verwechselt, so dass man manchmal unter den Namen der Griechen Raizen oder Serben deuten muss. Die Griechen siedelten sich in Eger später an, mehr in der ersten oder zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts. 2. Der Zeitpunkt der Gründung einer griechisch-orientalischen Kirchengemeinde ist unbekannt, geht aber wenigstens bis in das XVII. Jahrhundert zurück. In der Schriften aus dem XVIII. Jahrhundert wird eine raizische (serbische) Kirchengemeinde erwähnt, von späterher findet man die Benennung „Griechen und Raizen" beziehungsweise „Raizen und Griechen". 3. Die Kirchengemeinde stand erst unter der Jurisdiction/ des serbischen Bischofs von Martscha, später bis 1918 unter der des Bischofs von Bács (Újvidék). Seit 1918 stand die griechisch-orientalische Kirchengemeinde von Eger unter der Jurisdiction des Bischoftums von Buda und durch dieses unter der des serbischen Patriarchies. 4. Die auch noch jetzt erhaltene Kirche wurde von den Griechen und Serben gemeinsam am Ende des XVIII. Jahrhunderts gebaut und im Jahre 1804. eingeweiht. Aus der Urkunde der Kirchen weihe, weiterhin aus dem Ikonostas der Kirche kann man darauf deuten, dass zur Zeit des Kirchenbaues die Griechen den Serben in Seelezahl ein wenig überlegen waren. Jene kirche aber, die vor der jetztigen stand, war rein serbisch und auch dem heiligen Nikolaus geweiht. 455;