Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1970. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 8)
Horn führt in seinem Gr un dr. d. pers. Et. № 501 zu p. xvaher Schwester eine Form xoh und ein pehlevi xuk ans PTgl. an. Miir ist es nun, als ich weitern Aufschluss über dies pehl. xuk suchte, aufgefallen, dass in dem Grundr. d. iran. Philol. dies xuk ebensowenig vorkommt, wie jenes pers. xoh. Dies veranlasste mich in erster Linie Horn selbst zu fragen, seine Antwort befriedigt mich aber nicht ganz; beide stammten „aus den neup. Wörterbüchern resp. aus den Peihlevi-Päfond Glossary" „Belege" habe er „für keines der beiden Wörter gehabt". Und nun kommt, etwas, was ich nicht ganz verstehe: „Neup, xoh, ph.lv. xulk müssen gegen x uähar Nominativa sein, wie pid. gegen pidar etc." Ja dann muss aber pehl. xuh doch gewiss xuh gelesen werden od. xoh; denn к kann in dieser Stelle sonst nicht erklärt werden. Nun führen Sie, sehr geehrter Herr Kollege, allerdings vereinzelte Schreibungen von к statt h in. Gr, I. 262, Anm. 9. an, im Ganzen scheint dies aber doch eben sehr selten zu sein. Sie würden mich sehr verpflichten wollten, damit ich weiss, was man darauf bauen kann u. was nicht. Könnte in xuk etwa ein Suffix stecken, lässt sich überhaupt mat einiger Sicherheit konstruiren, was aus dem Wort für Schwester mit einem -k Suffix geworden wäre? Wenn Herr Kollege überdies noch Müsse finden mir in ein par Worten mitzuteilen was für ein altes persisches Werk Sie veranlasst hat Georgisch zu treiben, um die georgische Übersetzung des sohlecht überlieferten persischen Werkes zur Restaurirung des persischen Originals zu benützen, wie mir Prof. Jakob erzählte, so wäre ich auch dafür sehr denkbar. Es liesse sich dies als interessanter Beleg dafür anführen, wie manches für den Iranisten gerade im Georgischen zu holen wäre; hat doch das Persische früh einen mächtigen Einfluss auf das Georgische gehabt. Vor allem bitte ich freilich um gütige Beantwortung meiner ersten Frage, wofür Ihnen höchst dankbar sein wird Ihr ganz ergebener Dr. O. Asböth Univ. Prof. u. Akad. III. Budapest d. 1. Febr. 1905. VI. Munkácsy G. 25. Sehr geehrter Herr Kollege! Ihre überaus liebenswürdige Beantwortung einer Frage, die ich Ende 1903 an Sie gerichtet, gibt mir den Mut mich abermals mit einigen Fragen an Sie zu wenden. In erster Reihe interessiert mich die 1. Frage, die andern bitte ich blos als mitgelaufene zu betrachten u. einfach nicht zu beantworten, wenn die Beantwortung derselben Ihnen Mühe bereitet. 1. Das Maultier heisst im Ungarischen öszvér, in einem alten Glossar finden wir statt desselben eszpér und dies gilt als die ältere Form. Man hat seit mehr als 100 Jahren das Wort immer wieder aus p. altar (ester) zu erlklären gesucht, doch diesem gegenüber würden wir höchstens ein öszíér erwarten können. Munkácsi hat asp-\-xar darin gesucht, doch das hätte doch wohl im Persischen selbst ein asxar mit ähnlichen Verlust von -p- zw. d. Kons, ergeben, wie wir ihn in astar selbst bemerken. Oder glauben Sie nicht? Da wir gar nichts Näheres über den iranischen Einfluss in unserer Sprache wissen — wir haben eben noch keinen tüchtig geschulten Iranisten —, darf man sich nicht auf das Schriftpersische beschränken, sonder muss auch in den Dialekten sich umsehen, ob nicht eine einfachere u. auch lautlich ungezwungenere Erklärung dort zu finden ist. Wenn der Name des Maultieres jedenfalls ein altes iranisches Element im Ung. ist, so kann es nur eventuell geradezu als Leitmuschel zur Entdeckung des Dialektgebietes dienen, in dem wir vielleicht die Lösung auch anderer Rätsel entdecken werden, deshalb liegt mir so viel daran dies Wort womöglich in seinem Habitus zu verstehen. Ich bin zunächst von einer Lauterscheinung der westlichen Dialekte ausgegangen, in denen inlervocalisches t schwindet u. habe zunächst an die kaspischen Dialekte als auch geographisch so gelegen gedacht, dass eine Berührung mit dem Ungarischen in alter Zeit denkbar wäre. Wenn in den Kasp. Dialekten (D. Grundriss I: 2:352. 110) der „Vater" maz. pir, per, gil pier, tat. pier, wenn 349