Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1970. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 8)

Nun bin ich so weit frei, dass ich Ihnen in allernächster Zukunft, d. h. jaden­falls noch vor Ablauf dieses Jahres etwas liefern könnte, nur müsste ich erst wissen, ob Sie einverstanden sind mit dem Plan, den ich mir a Herings ohne nähere Kenntnis Ihres Programmes zurecht gelegt habe. Ich halte es für nothwendig, dass eine kleine Ubersicht über das bisher geleistete gegeben wird. Es Hesse sich das nicht immer an ein einzelnes Werk anknüpfen, oft müsste man mehr von einer Persönlichkeit ausgehen. Z. b. würde ich zuerst darüber sprechen, was in Budenz' s Werken für den Slavisten interes­sant ist. Dann würde ich vielleicht Szarvas behandeln, der unter anderm Mik­losich's „slavische Elemente im Magy., ins Ungarische übersetzt hat u. mehrere kleinere Aufsätze über slavische Lehnwörter geschrieben hat. Dann können aller­dings auch Besprechungien von einzelnen Aufsätzen, die sich ausschliesslich mit Lehnwörtern beschäftigen, die aus dem Slavischen ins Magy. gekommen u. umge­kehrt, schliesslich in neurer Zeit eine ziemlich lebhafte Diskussion von Fragen, die für den Slavisten von Interesse sind. Das wäre die Geschichte gleichsam, an diese reiht sich die Besprechung der Werke an, die jetzt u. noch in Zukunit erscheinen. Ob dieselben auch allgemein sprachwissentschaftlicher Natur sein dürften, weiss ich nicht, einstweilen gedenke ich immer nur das hervorzuheben, was den Slavisten interessiert. Doch möchte ich neben diesen Referaten selbständige Arbeiten über wichtige Fragen in Ihren Известия publizieren, Fragen des Slavistiik, insofern sie mit ungarischer Sprachforschung zusammenhängen. Die erste Abhandlung, die ich bis Neujahr fertig haben werde, würde über шт, жд im Altslav. Bulgarischen handeln im Zusammenhang mit Pest, mostoha (маштеха), rozsda (ръжда), mes­дуе (межда); die Provenienz v. Szerencse (срешта) u. lencse (лешта) mit seinem cs würde darin in etwas anderer Weise erklärt, als es in der Slavistik bisher gesehenen ist, daran reite sich csuka (штука) csorba (шръба); dann die aus dem Kr. Serb, entlehnten gatya (rähe), parittya (npäha) megye (métya). Weiter würde theilweise anknüpfend an csuka — штука, csorba — щръба von st in slavischen Sprachen die Rede sein, die nicht auf t' (kit) beruhen, bes. würde auf die irrige Ansidht hinzuweisen sein, als sei — iste in Ortsnamen an u. für sich schon ein sicherer Beweis f. alte bulgarische Bevölkerung. Kurz alles, was im Zusammenhang mit ét, zd steht, sei es wie immer entstanden, soll beleuchtet werden, insofern es in der ungarischen Sprachforschung theilweise aber auf sonst zu Missverständnissen geführt hat. Diese Aufsätze sollen ferner über pa, ла-оро, оло, über ё, über die Nasalvokale, über die irrationalen Vokale, über das slavische in der ungarischen Christlichen Terminologie, kurz über alle wichtigen Fragen handeln, die irgend im Zusammenhang stehen mit einem vertieften Verständnis der slavischen ungarischen Berührungen, wie sie sich in unserer Sprache spiegeln. Ich denke jedes Jahr ungefähr 2—3 dieser ungef(ähr) auf 2 Druckbogen berechneten Aufsätze fertig bringen zu können. Die Aufsätze lege ich jedesmal der ungarischen Akademie vor u. sie erscheinen in einer ungarischen sprachw. Zeitschrift, werden gleichzeitig für Ihre Zwecke u. mit Rücksicht auf ein Publikum, das die Geschichte der ungarischen Sprache nicht kennt, aber auf dem Gebiet der slavischen Sprachen bewandert ist, umgearbeitet, theilweise ganz neu gruppiert, Wenn mir Stanojavic sagte, nehmen Sie meine Aufsätze deutsch geschrieben an —• Ich bitte (um) freundlichst um Antwort, ob Sie in Grossem Ganzen mit meinem Plan einverstanden sind u. für wann Sie das erste Referat wünschen. Ich bitte gleichzeitig um Zusendung der bishin erschienenen Bände der Известия, damit ich möglichst im Geiste derselben referieren u. auch die selbständige Erörterung einzelner Fragen niederschreibe. Das Manuscript ist wohl mittelst Kreuzband (rekomandiert??) zu suchen, wohin? Auch sonst bitte ich mir Ihre Bedingungen freundlichst mitzuteilen. Es hat mich gefreut, dass ich durch Miletic, der auf der Durchreise sich einige Tage hier aufhielt u. mich oft besuchte, etwas Näheres über d. Известия u. die Pläne in der Zukumft gehört habe, doch ganz im klaren bin ich doch nicht, hoffe aber wir werden, geehrter Herr Kollege, bald gute Bekannte werden. Mit freundlichem Gruss u. mái besonderer Hochachtung. ^ D Q Д ^^ 338

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