Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1994. Germanistische Studien. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 22)
Louis Rougien Die Hauptsache fur den Versprung des Westens
Es gab wohl eine Schule von Mechanikern im Altertum, namlich die von Alexandria, die im drítten vorchristlichen Jahrhundert mit Ktesibios beginnt Aber die Maschinen, die aus dieser Schule kamen, bestanden aus amüsanten physikalischen Tricks Automaten, Spiel-zeugen für Erwachsene, Maschinen, deren sich die ágyptischen Priester bedienten, um das Volk hinters licht zu führen. Niemals kam es diesen Mechanikern in den Sinn, das Wasser, die komprimierte Luft, den Dampf, deren sie sich bedienten, zu verwenden, um die menschliche Arbeit zu erleichtern. Der Fall des Heron von Alexandria ist ganz und gar bezeichnend. Er hatte ein Spielwerk erfunden, das durch Dampíkraft betrieben wurde. Er hatte sogar ein Instrument erdacht, das auf dem Prinzip des Röhrenkessels und des Wattschen Hahns beruhte und das er wegen der Áhnlichkeit mit den Meilensteinen "Milliaron" nannte. Aber es ware ihm niemals der Gedanke gekommen, den Dampf zum An-trieb einer Turbine zu verwenden, um damit die Arbeit der Menschen zu erleichtern. Nun können sich die Naturwissenschaften nur mit Hilfe ihrer technischen Anwendung weiterentwickeln, und sei es nur zum Bau ihrer Beobachtungs- und MeBinstrumente. Ohne die Kunst, Glas zu gieBen und zu schleifen, gábe es keine Reagenzgláser, Thermome-ter, Barometer, Mikroskope, Teleskope, noch irgendeine der Wissen-schaften, die davon abhangig sind. Ohne Wármekraftmaschinen ga-be es keine Thermodynamik. Es war zweifellos Ironie, wenn Aristoteles schrieb, die Sklaverei werde verschwinden, wenn das Weberschiff sich von selbst bewegen werde. Die Geschichte lehrt, daB umgekehrt, weil die Sklaverei ver-schwand, man sich daran machte, mechanische Webstühle zu bauen. Im groBen und ganzen kann man sagen, daB der griechische Geist den homo sapiens geschaffen hat, den Menschen, der mit 54