Diakonia - Evangélikus Szemle, 1991

1991 / 1. szám - Summary, Aus dem Inhalt

96 DIAKONIA Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Glaube und Glaubenspraxis der Protes­tanten sind bibelzentrisch. Ihre theolo­gischen und Frömmigkeitsrichtungen unterscheiden sich durch ihre Grundhal­tung zur Heiligen Schrift. Die Theolo­gin, Pastorin und Religionslehrerin Zel- ma Takács-Kovácsházi plädiert in ih­rem Beitrag unter den drei Arten der Beantwortung der Herausforderung durch die Bibelkritik seit Beginn des 18. Jahrhunderts — die fundamentalis­tische, die kritisch-gläubige und die kulturgeschichtliche — für jene, die das Profane mutig daraufhin untersuchen, daß sich das Heilige äußert. Aus Anlaß des 30jähringen Bestehens der Wiener Péter-Bornemissza-Gesell- schaft werden Ausschnitte eines Radio­interviews mit dem Gründer und Sek­retär der Gesellschaft, dem Seelsorger der ungarischen Lutheraner in Öster­reich István Szépfalusi, veröffentlicht Für viele Flüchtlinge der vergangenen Jahrzehnte war er die erste Stütze, und er öffnete auch die nächstliegende Tür auf dem Weg zur Kultur des weltwei­ten Ungartums. „Die Melodie hält den Text, und der Text unterstützt die Melodie” — be­kannte der Musikwissenschaftler Bence Szabolcsi (1899—1973). Sein auch selbst zum Meister gewordener Schüler And­rás Pernye (1928—1980) erforschte die Geschichte der Grundmelodien der un­ter anderen auch heute in lutherischen Gottesdiensten gesungenen Choräle ”0 Welt, ich muß dich lassen” bzw. ’’Von Gott will ich nicht lassen”: ’’Innsbruck- lied” und ’’Monica”. In ihrer einführ­enden Studie erörtert seine Schülerin flerausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Redakteur: Imre Veöreös Stellvertretender Redakteur: László Bízik Schriftleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellung an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 160,— Forint Katalin Fittier das ’’auditive déjá vu” und die Rolle verwandter Melodien. Der Physiklehrer Péter Vankó sucht in seiner Studie zu ergründen, welches Verhältnis die herausragenden Physiker unseres Jahrhunderts zur Transzendenz hatten, wie sie sich über sie äußerten Die ältere Generation (Planck, Einstein, Schrödinger) wuchs noch mit den tra­ditionellen Werten, mit der klassischen Physik auf, die ihr Denken bis an ihr Lebensende beeinflußten. Für den Kreis der Jüngeren um Bohr (Heisenberg, Pauli, Dirac) war die neue Physik schon selbstverständlich geworden und be­stimmte ihre Weitsicht in gleicher Weise. Gemeinsam ist ihnen allen aber das Erlebnis der letzten Ordnung, die Erfahrung der Einheit der Welt. Vom 16.—20. August besucht Papst Johannes Paul II. Ungarn auf Einla­dung der ungarischen Regierung und der katholischen Bischofskonferenz. In diesem Zusammenhang wurden in der ungarischen Öffentlichkeit und in den Kreisen einzelner Konfessionen ganz unterschiedliche Meinungen laut. Der Redakteur des Lelkipásztor”, Károly Hafenscher betont in seinem Artikel unter Wahrung der protestantischen Identität die ökumenische Offenheit und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, daß der Papstbesuch die ökumenischen Bestrebungen stärken und keinerlei ne­gative Wirkung haben werde. In einem ökumenischen Gottesdienst in Debrecen begegnet der Papst offiziell den Vertre­tern der protestantischen Kirchen. Außerdem bringen wir das vollstän­dige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

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