Diakonia - Evangélikus Szemle, 1990

1990 / 1. szám - Summary, Aus dem Inhalt

D1AK0NIA Aus dem Inhalt Lutherische Rundschau Herausgegeben von der Lutherschen Kirche in Ungarn Redakteur: Imre Veöreös Stellvertretender Redakteur: László Nagy Schriftleitung und Verlag: H-1088 Budapest, Puskin u. 12 Erscheint zweimal jährlich. Bestellung an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 160,- Forint Vier persönlich gehaltene Äußerungen Intellektueller werden als Bekenntnisse überden Lut- heranismus mitgeteilt. Rudolf Andorka, Soziologe, nennt als Werte: Offenheit für die Wis­senschaften und historisch-kritische Bibelforschung, Einsatz für sozialen Fortschritt, Toleranz gegen Andersdenkende, nationale Verpflichtetheit, brüderliches Verhalten gegenüber deu­tschen und slowakischen Evangelischen in Ungarn, während der Judenverfolgung bezeigte Hilfsbereitschaft, Bedeutung der Situationsethik und die Jesus-zentrische Theologie. Der Musikpädagoge Árpád Farsang sen. skizziert die Stationen seines Lebensweges als Reifungs­stufen des lutherischen Glaubens. Für den Pädagogen Endre Liska formulierte Luther die Summe des christlichen Glaubens. Zwei Hauptpunkte des Lutheranismus als Haltung sind für ihn Standhaftigkeit in Gewissensfragen und offenes Denken. Für den Physiker Jenő Só­lyom ist von Kindheit an das Attribut „lutherisch” das Synonim für „richtig, wahr”. Als Er­wachsener bestimmt sein Denken neber der Lehre „aus Gnaden, durch Glauben” die protes­tantische Arbeitsethik und die lutherische Zwei-Reiche-Lehre. Vom Zentrum Wien aus leitet Pfarrer István Szépfalusi den Ungarischen Seelsorgedienst der österreichischen evangelischen Kirche. Die veröffentlichten Teile seines Jahresberichts 1987 beleuchten die Grundfrage der Diaspora-Ungarn im Ausland, vor allem in Österreich: die Doppelbindung, die Treue zur neuen und alten Heimat. Sprachlich und kulturell gehö­ren die Ungarn in Österreich zur ungarischen Nation. Bei der Bewahrung ihrer Identität rech­nen sie auf Verständnis und Unterstützung der österreichischen Kirchenleitung. In einem Bu- dapester Vortrag vom Dezember 1989 äußerte der Autor, die Doppelbindung könne in den ungarisch-ungarischen kirchlichen Beziehungen auch zur doppelten Kirchenmitgliedschaft führen. Der Soziologe László Cseh-Szombathy schreibt über die wachsende Rolle sich wandelnder Familien. Wirtschaftlich-soziale Veränderungen, die gegen die Familie argwöhnische kom­munistische Politik und westliche Ideenströmungen der letzten 40 Jahre lockerten den tradi­tionellen Familientyp. Die positive Familienpolitik von 1967 in Ungarn betraf schon instabi­le Familien, zugleich führte die europaweite Tendenz zum Geburtenrückgang. Positive Än­derungen verlangen neben höherem Lebensstandard einen Anschauungswandel, die Wieder­entdeckung der Familie, wobei die Kirchen eine wichtige Rolle spielen können. Der Schriftsteller Gábor Albert behandelt das Problem der Wahrheit, die protestantische ethische Haltung unter den gegenwärtigen Verhältnissen, die Nationalitätenaufgaben der Kirchen und den 1989 gegründeten Ungarischen Protestantischen Bildungsverein, dessen Sekretär er ist. Dieser hat die Aufgabe, die Protestantischen Traditionen, die ethische Anschauung zu pflegen und zu wahren und in der Bildung wirksam werden zu lassen. 12 Fachabteilungen decken die gesamte Kultur ab. Eines seiner Hauptziele ist die Neugründung der vor 46 Jahren eingestellten Protestantischen Rundschau, auch als mögliche kulturelle Werkstatt. Dostojewskis Menschenbild stellt der Theologieprofessor i. R. István Ferdinánd dar. Spe­zifika des östlichen, russischen Menschentyps sind die Einheit von Gedanken und Handeln, das Schwanken der Seele zwischen extremen Gegensätzen und die Annahme des anderen samt seiner Sündenlast. Drei wichtige Bereiche anthropologischer Erkenntnis Dostojewskis sind der Atheismus mit seinem Tiefpunkt in Iwan Karamasow, sie Theodizee sowie die Ver­massung, deren vor allem religiöse, glaubensmäßige Wurzeln er gesucht habe. Außerdem bringem wir das Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

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