Diakonia - Evangélikus Szemle, 1987

1987 / 1. szám - Aus dem Inhalt

Oíakonia Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Als Meditation am Beginn dieser Nummer dient Walter Lüthis Predigt über Lk 11,5—13: Vom bittenden Freund um Mitternacht. (Basler Pre­digten. 11. Jahrg./Nr. 4. Basel 1947.) Nach einem Überblick über einige der neuesten „Hirn-Geist” Theorien — Der „Group Selection... e,tc” Theorie von G. M. Edelman; der auf dem Konzept der „Selektiven Stabi­lisation” aufgebauten Theorie von J. —P. Changeux; und der Vorstellun­gen des Autors über „Selbst-Organi­sation spontaner neuronaler Erregun­gen zu dynamischen Aktivitäts-Mus­tern” — stellt sich der Autor, Prof. János Szentágothai die Frage ob „der christliche Glaube gleichzeitig die Annahme eines Aristoteleisch—Car- tesianischen Dualismus erfordert”. Die Antwort lautet eindeutig „nein”. Eine dualistische Betrachtung der Welt ist, in Anbetracht der Ergebnisse der mo­dernen Naturwissenschaften, weder notwendig, noch wünschenswert, al­lerdings nur für den Fall, dass wir unser Denken radikal im Sinne des neueren Weltbilds der Information zu ändern geneigt sind. Den Lebensweg des in seinem 85. Lebensjahr verstorbenen Bischofs i. R. József Szabó verfolgt Redakteur Imre Veöreös in seiner Studie. Nur vier Jahre, von 1948—1952, trug er das Bischofsamt in kirchlich kampf­bewegter Zeit als Beispiel eines zeit­gemäßen bischöflichen Verhaltens und Dienstes. Auch davor und da­nach zog er als Gemeindepfarrer viele mit seiner fesselnden Wort­verkündigung und offenen Mensch­lichkeit an. Er leistete bahnbrechende Arbeit bei der kirchlichen Presse. Landesweite Bedeutung gewannen in den letzten Jahrzehnten seine For­schungen über das Hauptwerk Imre Madáchs Die Tragödie des Men­schen. Unsere Zeitschrift empfindet die Verbreitung der ungarischen Litera­tur jenseits der Landesgrenzen als Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Zoltán Káldy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an die obige Andresse. Abonnement pro Jahr: 130,— Forint. aktuellen Dienst am Ungartum. Wie in der vorigen Nummer die Werke der ungarischen Schriftsteller und Dichter in Rumänien, genauer in Siebenbürgen, so überblickt dies­mal ebenfalls ein namhafter Litera­turhistoriker aus Ungarn, Mihály Czine die derjenigen in der Tschecho­slowakei. Der bekannte Zürcher Alttestament- ler Hans Heinrich Schmid, unseren Lesern mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten schon bekannt (vgl. 1984/1, 1986/1), gibt diesmal einen span­nenden Einblick in das Werden des biblischen Glaubens im Alten Tes­tament. Dieser Glaube mit seiner langen Geschichte hatte sich stets unter konkreten geschichtlichen Er­fahrungen gestaltet und geoffenbart. Seine Anfänge wurzeln tief im alten Orient, aber Israels Erfahrungen mit Gott und der Welt haben die alt­orientalische Begrenztheit des Glau­bens aufgebrochen. Diese Erfahrun­gen gehören zu den Grunderlebnis­sen des menschlichen Lebens, und darum bedeutet der biblische Glaube auch für den Menschen unserer Zeit eine große Verheißung. Professor Robert Frenkl, aktiver Gemeindepresbyter, behandelt in sei­nem Artikel die Bedeutung der gei­stigen Gesundheit, der Mentalhygiene und der sinnvollen Lebensgestaltung vor dem Hintergrund der leiblichen Gesundheit und des gesunden So­zialverhaltens. Das Lebenswerk von Heinrich Schütz betrachtet der auch in der Musik bewanderte Literaturhistoriker János Reisinger. In Schütz sieht er den Wiedererwecker der Reformation in der Musik. Er bietet eine genaue Analyse der Motette Sieben Worte Jesu Christi am Kreuz, deren Gipfel­punkt die Komposition des Es ist vollbracht mit ihrer sich in die Höhe erhebenden Melodik bildet, eine Ver­kündung der am Kreuz geschehenen siegreichen Erlösung.

Next

/
Thumbnails
Contents