Társadalomtudomány, 1927 (7. évfolyam, 1-8. szám)
1927 / 6-8. szám - VISSZHANGOK
524 lichen Vorgang zu tun, namentlich mit dcr Anpassung der Vcrwaltung an die stets verándcrlichen Lebensverháltnisse. Die Industrialisierung dcr Verwaltung ist ein Kampf gcgen den Bureaukratismus, den Formalismus, den Mangel des Verantwortlíchkeitsgefühls. Eben deshalb kann, ja muss alles, was an den technisierenden, mechanisierenden Methoden verwendbares ist, angewendet werden. Die Industrialisierung ist berufen, dem ganzen Gang der Verwaltung einen grossen Schwung zu verleihen. Man muss aber auf der Hut sein und mit voller Kraft gegen die Einführung des materialistischen Geistes in die Staatsverwaltung kámpfen. Ein Staat, doch nicht ganz so verwaltet werden kann, wie eine Handelsunternehmung. Dasselbe kann nicht nur in hezug auf den Staat, sondern auch in bezúg auf die Gemeinde, die Kirche, die Familie, kurzum auf jede sitlliche Körperschaft behauptet werden. Die Mechanik und die Technik kann nur in der Betriebsleitung und im Bureaubetrieb angewendet werden. Der Geist und die Seele kann und darí nicht mechanisiert und technisiert werden. Die Chaíakter- und geistigen Eigenschaften, die in ultima analysi doch die eigentlichen motorischen Kráfte jeder menschlichen Unternehmung sind, kann man sích nicht einmaí mit Hilíe der vollkommensten Technik erwerben. Stefan Dékány: Zur Kritik der marxístíschen Theoríe der sozialen Klassen. Die Thesen Marxens sind, obwohl sie in rein theoretischem Gewande erscheinen, praktischer Natúr, und als solche habén sie eine geschichtliche Wirkung ausgeübt. Das ganze „System" ist asystematisch, eine Akkumulation vormarxistischer Gedankenelemente. Sozialphiloscphisch betrachtet ist der Marxismus ein sozialer Naturalismus, in praktischer Hinsicht kompromissíáhig (siehe Sowjetmarxismus). Als Theorie der sozialen Wirklichkeit ist er durchaus lückenhaft und simplifizierend (so das ,,idealtypische" Bild des „Proletariats"). Die Lücken des marxistischen Gedankenkreises können aus den folgenden Gesichtspunkten beurteilt werden. í. Die Frage der kollektiven Subjekte. Der Marxismus will das Eigentum ,,kollektivieren", das ist eine Frage der Sozialmorphologie. Es ist gánzlich unbestimmt, welche die diesbezüglich aktionsfáhigen Subjekte (Kollektiveinheiten) sind. Der ursprünglich anarchistische und antiétatistische Marxismus wird notgedrungen étatistisch. Als Wirtschaftssubjekt ist der Staat zweiten Ranges, da der Staat immer mehr ist, als ein Wirtschaftssubjekt; die geschíchtlich ausgebildeten, d. h. kapitalistischen Wirtschaftssubjekte erwiesen sich als konkurrenzfáhig. Das ,,Sozialisieren" des Eigentums ist unmöglich ohne vorheriges Zustandekommen cines speziellen, kollektiven Wirtschaftssubjektes. Das Kommunahsieren kann eben so verfehlt sein. Das Eigentum an sich ist passiv, und ist ohne eine im voraus vorhandene Personalitát (Eigentümer) undenkbar, es ist nur ein Mittel in der Hand einer geistigen Kollektiveinheit, das ,,Sozialisieren" schafft statt Kollektiveigentums ein rcs nullius, welche in revolutionáren Zustánden regei-