Gazdasági jog, 1941 (2. évfolyam, 1-10. szám)

1941 / 2. szám - A "veszély" kérdése adás-vételnél a római jogban. Custodia felelősség [könyvismertetés]

126 Gefahr einer Verringerung des zur Verfügung stehenden Kapitalbestandes, die zur Verarmung und zu einer andauernden Senkung des Wohlstandes führt. Wollen wir die kommende Generation davon verschonen, so müssen wir das vorhandene Kapital erhalten, ja sogar vermehren. Das Bild ist zweifelsohne ernst, aber wahrheitsgetreu und keineswegs pessimistisch. Wir sahen nach dem ersten Weltkrieg, dass sich das Wirtschaftsleben in unglaublich kurzer Zeit erholte, ja sogar das Vorkriegstempo übertraf. Wir habén keinen Grund darán zu zweifeln, dass wir nach Beendigung des jetzigen Krieges mit erneutem Eifer alle Hindernisse und Schwierigkeiten bekámpfen werden, um je eher das wáhrend des Krieges Versáumte nach­zuholen. Sándor Wekerle zum Gredenken. — Tihamér Fabinyi's Bede im Landescasino. — Eine Nation ehrt sich selbst, wenn sie ihre Grossen verehrt. Diese alte Wahrheit hat besonders heute hervorragende Bedeutung, zu einer Zeit, in der das Nationalgefühl auf der ganzen Welt seine Renaissance erlebt. Der Führer des deutschen Volkes baut die nationale Wiedergeburt auf der Entfaltung der uralten deutschen Tugenden auf, wáhrend Mussolini dieselbe auf dem Ideál des zweitausendjáhrigen römischen Imperiums begründet. Auch wir stehen der Vergangenheit unserer Nation und dem Beispiel unserer nationalen Grössen nicht gleichgültig gegenüber. Indem wir uns mit Pietát an den Finanzminister und dreimaligen Ministerprási­denten Alexander Wekerle, einen der grössten Staatsmánner der Vorkriegs­zeit und der Weltkriegsjahre erinnern, wollen wir Kraft schöpfen und für die Gestaltung unserer Zukunft und unserer ewigen nationalen Ziele die richtigen Wege suchen. Es erweckt zwar den Anschein, als ob die meisten grossen Leitgrundsátze, die zu Wekerle's Zeiten herrschten, veraltet oder zumindest verblichen wáren und an Wert eingebüsst hátten. An Stelle des persönlichen Interesses tritt die Idee der Gemeinschaft in den Vorder­grund, an Stelle des Materialismus der Idealismus ; das Gold wird seines Thrones verlustig, die Achtung vor dem Kapital sinkt, die vor der Arbeit steigt, an Stelle der individuellen Freiheit dringt das Prinzip der Ordnung und der Organisation ; besonders die sozialen Interessen der breiten Volks­schichten wollen sich erhöhte Geltung verschaffen und all' dies offenbart sich in dem atemberaubenden Tempó der schnellen sofortigen Lösungen. Der Gegensatz ist jedoch nur ein scheinbarer, wenn wir die in den verschiedenen Zeitepochen sich ándernden Formen von den, Alexander Wekerle in seiner Arbeit stets leitenden, ewigen Idealen : von seiner f lammenden Begeisterung für die Werte der Morál, von seinen Bemühungen um die Sicherung des wirtschaftlichen Gleichgewichts, von seinem Werk, das sich nicht in Worten, sondern in Tatén offenbarte, von seiner heissen Liebe für eine ausgleichende und soziale Gerechtigkeit und von seinem jederzeit für seine Tatén ein­stehenden Verantwortungsgefühl zu trennen vermögen. Wekerle hat bereits in der Glanzzeit des Liberalismus die Bedeutung dieser Ideale für den natio­nalen Aufbau erkannt und gewusst, dass die Kraft des Staates von seiner sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie von seinem kulturellen

Next

/
Thumbnails
Contents