VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)
Strana - 213
213 XXVII. Земун, 2. фебруара 1808. Обрмтар Ilepc јавља бароп/у Симбшену новости из Србије, mje му je допео jedan ухода. Der Vertraute F. meldete unter heutigem Dato den 2. dieses ein und andere Ereignisse, welche zum Theil in denen vorhergehenden Berichten gehorsamst angezeiget worden sind, da inzwischen einige Beisätze begrifen sind, welche in denen vorgegangenen Berichten nicht enthalten sind, so unterlasse ich nicht auch gegenwärtige Anzeige anmit untertänigst gehorsamst zu unterlegen. 1. Der aus Constantinopel in Bellgrad geweste und bereits retournirte Bischof hate den Auftrag, denen Servianern im Namen des Grossherrn zu zusicheren: dass Servien vor sich — jedoch unter dem Schutz der hohen Pforte bleiben solle. Es soll ihnen ein leicht zu entrichtender Tribut auferleget werden. Die Gränzen von Servien sollen von Timok angefangen, bey der Traschnizer Brücke vorbey bis an die Drina festgesetzet werden. Der Bischof blieb in Bellgrad, bis die Antwort hierauf aus St. Petersburg anlangte und diese lautete also: Wann die Pforte Nisza und Widdin nebst allen dem, was an der Donau abwerts liegt, auch einräumet und in die Gränze Serviens einschliesset, so wird man sehen, was mit den Feinden zu machen seye. 2. Alle jene, welche in Bellgrad Vermögen besitzen, müssen Pferde anschaffen und so auch die Infanterie allenthalben in Bereitschaft seye. 3. In der bellegrader Festung werden 6000 Wurfspiesse verfertiget, welche bis Ende dieses Monath vollkommen bereit seyn müssen. 4. Die servischen Corps Comandanten Weliko, Milan und Petar Moler haben an Kara George geschrieben, ihnen zu erlauben, in ein und andere türkische Ortschaften einzufallen, weille sie sichere Hofnung hätten, viele Türken zu Gefangenen und sehr grosse Beute zu machen. Der Milan wollte bey dieser Gelegenheit die Gränze derer so genannten Stari Vlachi zu überfallen, die Türken älldorten zu zersprengen und die Stari Wlachi an sich zu ziehen. Kara George erlaubte keines, berufte zur grösseren Sicherheit diese und andere Commandanten nach Bellgrad und ertheilte allen den strengsten Befehl: nirgends etwas feindseliges gegen die Türken anzufangen und den Ausgang des Waffenstillstandes ruhig abzuwarten und auch alsdann seine Befehle abzuwarten. 5. Schikte Kara George einen Vertrauten nach Travnik an den Bascha mit dem ihme anzuzeigenden Wunsche, eine Unterredung mit ihme haben zu können. Es heisst auch, dass dieser Vertraute bereits nach Topola zurükgekommen seye.