VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)
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191 legen konnten, von beyden Seiten bey 50 Mann tod blieben. Kara George befahl hierauf denjenigen, der Anlass zu diesem Streite ge geben, zu enthaupten und dessen Kapf zum warnenden Beyspiel nach Bellgrad zu bringen und alldorten zur öffentlichen Schau aufzustel len. Das ist auch an dem Nicola Papa Saylya vollzogen und dessen Haupt vorgestern in Bellgrad aufgestellet worden. Kara George befindet sich gegenwärtig in Topolya, seinem ge wohnlichen Wohnorte. Semlin, den 5. Jener 1808. Perss. Konuja. Број 5. * VI. Земун, 5. јануара 1808. Обрштар Перс јавља барону Симбшену новости из Србије u Босне. Der Vertraute A. hatte heute Gelegenheit folgendes als verlässlich zu erfahren: Der bellgrader Senat ist durch ein Schreiben aus Bosnien verständigt worden, dass bereits eine Art von Avant Garda deren französischen Truppen in Bosnien eingeruckt seye. Diese haben die Türken in Sarajevo aufgefordert, sie, die Franzosen, in ihrer Stadt freundschaftlich aufzunehmen, weil sie Befehl hätten, darauf zu dringen und es ihnen leid sein werde, wann sie, da sie als Freinde kämen, zur Befolgung ihrer Befehle andere unangenehme Maasregeln ergreifen müssten. Die Türken haben auf diesi Aufforderung noch nicht geantwortet, sondern sie ziehen sich alle, was nur auf denen Grenzen entbehrlich ist, gegen Sarajevo. , Die Franzosen haben bey ihrem Eintritt in das Montenegrinische denen Inwohnern grosse Geschenke an Mehl, Früchten und andern Victualien gemacht, auch nebstbey viel baares Geld ausgegeben und überhaupt die Gemüther auf alle mögliche Art zu beruhigen gesucht. Die Servier sind aber infolge dieser Gerüchten in grosser Verlegenheit, umso mehr, als sie von Seiten Russlands nur immer getröstet werden und bis nun noch keinen günstigen Erfolg von allen Vertröstungen wahrnehmen und weder das sicher zugesagte Geld noch die Hülfs Truppen erhalten. Die servischen Oberhäupter veräussern daher um sehr geringen Preiss in Belgrad die Häuser, Hausstellen und andere Bau-Materialien und sagen frey, dass sie zu diesem Mittel aus grossem Mangel an Geld greifen müssen.