VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)
Strana - 187
187 auf mehr denn hundert tausend Mann vermehren, die bevor eine deutsche Armee anruken könne, aus denen. Festungen umso mehr mit Waffen, Geschütz und Munition versehen werden könnte, als er selbe ohne Schuss zu erobern gedenke. Die Besitznahme dieser Länder würde der servischen Nation nicht nur allein viel Gold und Silber sondern auch einen unermesslichen Vorrath an Getreide und Lebensmitteln verschaffen, um den Krieg mit Nachdruck gegen die Türken führen und sie vereint mit Russland aus Europa vertreiben zu können. Auf diese Rede stand Kara George Petrovich auf schimpfte den Sztanoje Glavas einen Dumkopf und Rauber Harambassa und sagte: Wenn unsere Brüder, Anverwandte und Glaubensgenossen im Szyrmien, Banat und im Bacser Comitat gekränket und gedrukt sind, so sollen sie in ihr Vaterland nach Servien kommen und mit uns gemeinschaftlich vorerst die Türken aus Bosnien und Bulgarien vertreiben, dann bevor dieses nicht geschieht, so wäre es sehr nachtheilig, an die Herstellung des alten servischen Reiches zu gedenken und sich ausser den Türken noch einen neuen Feind im Rücken zu ziehen. Wenn gleich die Vortheile bey der Vereinigung der servischen Nation in Hungarn, Slavonien und Banat, scheinbar und leicht auszuführen wären, so würden doch diese Länder, die dermalige Frucht-Kammer der Servier geplündert und so gestaltig zu Grunde gerichtet, dass die Servier aller Subsistenz beraubt, ausser Stande wären, sich und die erwartenden russischen Hülfs Truppen zu ernähren und den Krieg mit Nachdruck gegen die Türken fortzusetzen. Auch wäre es nicht rathsam, die deutschen Kaiser zu beleidigen, welcher wie die nach Bellgrad gekomene französische Officiers behaupten., mit dem französischen Kaiser im besten Einvernehmen und Freundschaft stünde. Er Kara George Petrovics verstünde nichts von politischen Verhältnissen und von der gesezlichen Landes Verfassung, sondern wusste blos allein, wie der Krieg zu führen sey, er überlasse Ersteres ganz dem Synod, worin die Vorstehers desselben aber weder einen Fehltritt zu thun, noch Eigennützigkeit aus Neben-Absichten eintretten zu lassen, indem er demjenigen, den er darauf ertappt, einen Galgen vor seinem Hause aufbauen und ihn darauf würde aufhängen lassen. Dieses sind die Worte, die mir der Vertraute in der illyrischen Sprache in die Feder mit dem Beysatz gegeben, dass er derselben Wahrheit und Ächtheit mit dem Kopfe verbürge. Da dieser Stanoje Glavas öfters nach Semlin und Pancsova in das Parlatorium komme, auch die Szasztanak oder Rastelle in Szyrmien an der Save öfters besuchen solle, so habe im Geheim den Auftrag ertheilt, selben genau zu beobachten und mir jene namentlich anzuzeigen, welche mit ihm