VJESNIK 21-22. (ZAGREB, 1920.)

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149 LXXIV. Земун, 13. септежбра 1807. Обрштар Uepc јавља барону Сижбшену новости из Србије. Vom 21. August с. a. wurde durch den Herrn Milosch Uro­schevich unter heutigen Dato folgendes einberichtet. Den 21. August 1807. berufte der russiche kaiserlich Herr Ge­neral Consul von Rodofinikin alle in Bellgrad damals befindlich ge­weste Oberhäupter derer Servier nebst jenen von den semendrianer Synod zu diesem Endzweck nach Bellgrad beruffene zehn Mit­gliedern zu sich .und bedeutete ihnen, dass er Herr Consul von Seiner russisch kaiserlichen Majestät nach Bellgrad beordert worden wäre, um denen Servianern allen Schutz und Hülfe — es seye an Geld, Mu­nition, Manschaft oder andern Kriegsbedürfnissen in allerhöchsten Namen seiner kaiserlichen Maiestät anzubieten und dass man bereit wäre, ihnen in allen an die Hand zu gehen. Dann aber fügte be­nannt Herr Consul noch hiezu: Er habe ebenfalls den allerhöchsten Auftrag, die Servianer zu befragen, welchen Endschluss sie gefasst hätten? Ob sie sich unter den allerhöchsten Schutz seiner oester­reichisch oder russisch kaiserlichen Majestät begeben oder aber unabhängig und selbständig zu seyn wünschen? Mladen, der nunmehrige bellgrader Commendant, welcher das Wort im Namen all Übriger führte, antwortete hierauf folgendes: dass Herr General Consul seiner wegen bis nach Bellgrad sich be­mühet hatten, dafür danken sie alle recht sehr, übrigens aber seye ihr gemeinschaftlicher Wunsch, so wie sie bis Dato sich ganz allein gegen alle Macht und Angriffe deren Türken zu schützen gewusst und das Glück hatten, sie allenthalben zurück zu drücken, ebenso wünschen sie auch in Hinkunft ohne von jemanden abzuhängen, so wie ihr Land vorhin selbstständig war, auch gegenwärtig ganz independent zu machen und selbst unter der Obsicht eines perma­nent bestehenden Synodes und ihrer gegenwärtig Oberanführern lebenslänglichen Oberbefehlen selbst frey, unabhängig und selbst­ständig zu erhalten. Nur wünschen sie, dass die auswärtigen Höfe ihnen in ihren Opperationen nicht hinderlich seyn möchten, wenn sie ihre Vortheile weiter verfolgen, mehrere Festungen einnehmen sollten, weilen sie entschlossen wären ihres Landes vorninig bestan­dene Gränze wieder herzustellen. Sollte ihnen eine grössere Macht in einem oder dem andern hilfreiche Hand reichen, so würden sie es mit allem Danke annehmen und dafür sehr erkenntlich seyn, aber auch ebenso standhaft gegen jeden, wer er auch wäre, wann er sie zu andern Entschlüssen zwingen wollte, sich auf das äusserste ver­theitigen und bis auf den letzten Mann zu wehren entschlossen seyn.

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