VJESNIK 20. (ZAGREB, 1918.)

Strana - Sveska 4. - 277

277 wir Besluss des Frids nit wessten vnnd vor in dergleichen Anstanden funfthundert bis in die aintausent Phardt oder Zufuess aussgenomen worden sein. So ist bisher das Lannd auch Krabaten allain durch di klainen Straiff vnnd gachlingen diepischen Ainfällen maisstails verhört vnnd den Thurkhen in sein Gwalt khumen. Vnnd so dann funffhundert bis in di tausent Phärdt an alle Fursehung der Granitzen ainen Strait ins Lannd thuen, haben E. kn. Mt. gnadigist zu erwegen. Vnnd namblich so man sich auf den Frid verlasst, in was Verderben das Lannd dar­durch gelait wurdt. So ist das ain gerussts Volkh, das zu'allem Thuen oder auch in ander Weg vnnd wider ander Feinde ze prauchen vnnd als ain Schatz auf ain khunfftige Not zu behalten. Es sein ir auch der merer taill, die sich des Khriegs vnnd wenig die sich mit der Arbait betragen. Dardurch wir khains wegs gedenkhen mugen, souerr die E. kn. Mt. auch Lannd vnnd Leuten nutzlich sein sollen, sy gerusst be­halten vnnd innen ain Diennstgelt geben, das sonst, wo sy khain Vnderhalt heten, nit beschähe vnnd bey irer Russtung bleiben khundten. Sy khunen sich auch plösslich der Grundt aus erzelten Vrsachen, dann sy maisstails Kriegsleut sein, nit betragen vnnd wäre allerlay ze sorgen. Aber aus irer Erhaltung wie uorstet, uolgt auch, das khain khlaine Rott oder bis in di funffhundert oder mer Veindt sich also wie uor­bescheen, irenthalben heraus lassen werden, dann das Raisen wirdt innen in massen der Turkhen vnnd auf diser Seitten, souers den Weg erraicht, das ain soliche obberuerte Anzall den Frid nit prauche auch vergunt muegen werden, so wurde ain Straif vnnd Zug vmb den andern be­scheen vnnd dise Granitzen durch ir Hineinziehen dermassen versichert. Als wo E. kn. Mt. ain Anzall Martolossen an den Wäldern ze halten verordnet, der E. kn. Mt. sonnst ze vnderhalten nit vmbgeen möcht. Haben vnns hierauf erkhundigt, das vnder denen, so sich an den krainerischen Confinen bisher enthalten, ausser der so in Krabaten sein vnnd sich zu innen thuen mochten zwaihundert geringe Phardt vnnd dreuhundert zu Fuess gueter gewerten Gsellen befunden werden. Da­neben wir auch bewegt, wo E. kn. Mt. allain den maissten Weiuoden Besoldung gäbe, wurde vnder innen grosse Irrung, wie des die Er­farnhait gibt, bringen wurde, khainer weniger haben wellen, dann ire Weiuoden. So es aber auf Phardt vnnd Fuess Khnecht Sold die Pro­fisen wie uorsteet angeschlagen, möcht den Obern Vbersold vnnd Pes­serung der Phardt nach Gelegenhait ires Thuens in Gehaim bewilligt werdep, des in der gemain khain Ansehen ware, vnnd sy doch auch damit gestillt wurde. Vnnd so E. kn. Mt. auf disen Weg mit innen handeln lassen, verschoffen, wir das sy sich benuegen liessen, wo E. kn. Mt. innen dietzmals aut ainhundert funffzig Phardt vnnd zwaihundert zu Fuess, auf ain Phardt von zehen bis auf acht vnnd ainem Fuess­khnecht von sechs bis auf vier Gulden reinisch jarliche Profisan oder

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