VJESNIK 16. (ZAGREB, 1914.)
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256 Indessen wäre meine gehorsamste Meinung, damit Euer Excellenz gnä digst zu verfügen geruhen wolten, damit der Draskovich so lange in Wien aufgehalten würde, bis das Schicksall des gegenwärtigen Krieges entschieden wäre; ich glaube zugleich, dass der Agent Kukovich zur Beobachtung seiner Handlungen der geschickteste wäre ; der Kukovich wohnt in der HerrenGasse, Graf Traunischen Hause No. 248 in 3. Stock. Denn untern andern ist auch nicht leicht zu begreifen, wie dieser Draskovich mit seiner Gräfin, gebohren Baron Kulmer, Schwägerin des Maires Kiepach, einen solchen Aufwand be streiten kann, wo doch sein Vermögen zimlich eingegangen ist. Agram, den 23. August 1813. dd. 16. Hager je sasvim ozbiljno shvalio prijavu Radićevićevu te je odmah 29. augustu 1813. pisao ugarskom dvorskom kancelaru Erdödyu i među ostalim rekao o Draškoviću: „Diess Benehmen zeugt von keinem Patriotismus, vielmehr beurkun det es, dass er mit seinen zweydeutigen Gesittungen hinterm Berge hält. Ob er, solange die Sachen in Croatien festen Fuss nicht gefasst haben, dahin zurück zu lassen oder wo ihm der Aufenthalt anzuweisen oder wie er zu behandeln sey, diess erlaube ich mir, dem WirkungsKreise und dem einsichtsvollen Ermessen E. E. anheim zu stellen". Erdödy je u svom odgovoru, pisanom 2. septembra 1813., uzeo u zaštitu Draškovića (sign, spisa: 3266 ex 1813). Note. Da das freundschaftlichere Verhältniss zwischen dem hauptsächlich in dem französischen Antheil Kroaziens begüterten Grafen Johann Draskovich und dem Generalen einer damahls mit uns nicht im Kriegsstande begriffenen Macht keinen hinlänglichen Grund, Grafen Draskovich Gesinnungen verdächtig zu finden, gewährt, die Übertragung jener bessten Geräthschaften von Rechicza nach Agram vielmehr dessen Vorliebe für die k. k. Staaten deutlich auszu sprechen scheinet, die Leistungen desselben für die jetzigen Kriegsbedürfnisse ohnehin nicht von seiner Willkühr, sondern von dem Beschlüsse der Landes congregazion Kroaziens abhängen, und seine dermahlige Ankunft in Wien, wo er sich auch bei mir zeigte, bei dem Bewusstseyn sträflicher Absichten in einem so kritischen Zeitpunkte wohl kaum erfolget seyn möchte, so halte ich mich nicht für berechtiget, aus den mir bisher bekannten Daten Anlass zu irgend einer Einleitung gegen erwähnten Grafen Draskovich zu nehmen, und habe die Ehre Euerer Excellenz selbes auf Ihre verehrte Note vom 29. August mit der freundschaftlichen Vericherung zu erwiedern, dass ich es bei dem lebhaften Gefühle meiner Verpflichtung und meines eigenen Verlangens, für die gute Sache nach Kräften mitzuwirken, bei keiner Gelegenheit unterlassen werde, Euerer Excellenz mir gefälligst eröfneten Ansichten vorzügliche Aufmerksam keit zu widmen. Wien, am 2. September 1813. Erdödy, An Seine des k. k. PolizeiHofstellePräsidenten Herrn Freyherrn v. Hager Excellenz,