VJESNIK 16. (ZAGREB, 1914.)
Strana - 250
250 tung einer LocalPolizey nach Umständen gewählt und unentberhlich wären; darum'begnügte ich mich bloss damit, was mir der Graf, ohne merkbar auf gefordert zu werden, aus vermeinten eigenem Antriebe eröfnete. Mir ist zwar Presburg in der PolizeyRücksicht sehr wenig bekant, da ich keinen Umgang pflege und stets in den Sitzungen oder zu Hause mit den LandtagsGeschäften mich abgebe; ich vermuthe dennoch, dass, wenn der Graf das Geld unentberlich braucht, Er solches hier nicht erhält, sondern sein Glück in Wien versuchen muss, wo ich es für die PolizeyDirection eine Kleinigkeit halte, diesen guten Mann, welcher "sich sehr vorsichtig und klug wehnet, ganz genau, ohne im geringsten aufzufallen, können zu lernen. Ich empfehle mich zu hochen Gnaden Euerer Excellenz unterthenigstgehorsamster F. C. Radichevich. Presburg, am 20. März 1812. Draskovich gehet morgen früh nach Wien, hat 60.000 f. Ignaz Gyulaische und 200.000 f. Karacsai Obligationen. 8. Gofiausen javlja Hageru 20. marta 1812. iz Požuna, da je Drašković primio kraljevski poziv na sabor i stigao u Požun, a nedavno da je bio kod cara u audijenciji i da se nada kraljevskoj donaciji (sign, spisa: 1166 ex 1812). Euer Exzellenz! Die gestrige Fremdenliste ermangle ich nicht im Anschlüsse gehorsamst vorzulegen. Vorgestern ist auch der Illirier Graf Johann Draskovich von Wien hier angekommen und wohnt beym Baron Brüdern, mit dem er anverwandt ist. Er ist, wie gewöhnlich, da er eine Privatwohnung hat, nicht angezeigt worden. Wie ich höre, so ist er gleich anderen Magnaten mit Litteris Regalibus zum Landtag versehen und wird auf unbestimte Zeit hier verweilen. All sein vor maliger bedeutender Grundbesitz in Kroazien ist bekanntermassen an Illirien gefallen, sein sonstiges Vermögen aber hat er annoch in Ungarn anliegen und er ist gesonnen, sich im Banat wieder anzukaufen. Vertraulich hat er sich gegen H. Sestits geäussert, dass er kürzlich in einer Audienz bey Sr. Majestät war und nebst mehreren Tröstungen für seine Person Seine Majestät sich geäussert hätten, dass Allerhöchst Sie nicht mehr zweifelten, den Besitz der vorigen Gränzen wieder zu erlangen. Graf Drasko vich macht sich überdies noch Hoffnung, mit einer königlichen Donazion be rücksichtiget zu werden. Er lässt auch hören, dass man ihm in Illirien Dienste angetragen habe, er aber solche aus treuer Anhänglichkeit nicht angenom men hätte. Ich verharre in tiefster Ehrfuhrcht Euer Exzellenz Unterthänigster Göhausen. Pressburg, den 20. März 1812.