VJESNIK 12. (ZAGREB, 1910.)
Strana - 216
216 Den 17. July herr Orator vor mittag in die Stat gefahren, die zu besehen. (Fol. 41 b.) Haben aber anders nichts gesehen, als das wier durch die Khrambläden, dern viel sein, mit schlechten laden, auch weit voneinander, gedeckhte gässen, auf baiden seitten allerley handtwercher, auch fleischhackher, Koch vnnd sonsten allerley gemayne Krammereyen, dann durch ein lang gewelbtesz hausz, das in der hoch langlete fenster, darinen die Raguseer auch andere türggische Khaufleuth, die von Seiden Wahren, Tuech, Khlaider vnnd andern türggischen Sachen allerley fail haben, vnnd man Wesenstein 1 nennet, gangen vnnd alszdann widerumb zu den Schiffen gefahren. Vnnd als Ir Gnaden der herr Orator widerumb ins Zelt khommen, ist ein Tartar khomen, an leib blosz auszgezogen, der durch die Packhen beym Aug zwo Krännigsfedern gesteckht, durch den einen blosen Arm aber drey Pfeil vnnd zwey scharpfe Messer gestochen, vnnd ein huef Eisen mit zweyen huefnägeln darauf nider genagelt gewesen, an dem andern armb aber war ein zusamen gelegt Schermesser, vnnd auf der Prusst vorher hat er zway zimblich grosz vnnd starckhe Pain durchgesteckht. (Slijedi slika ovoga Tatara.) (Fol. 42 a.) Nach der Malzeit hat der Serdar herrn Oratorn ein grosse Schüssel geselchten Fisch, ettlich khlaine Zuckherhüetl, Zerbeläten vnnd Marillenn geschickht, vnnd ime darmit besuechen lassen. Ebenfals hat ime der Ali Passa besuechen lassen, vnnd etlich Schüssel mit schönen Obs geschickht. Den 18. July ist der herr Orator nach der Pruggen, so vber das Wasser Saw gehet, gefahren. Diesz ist ein sehr lange Pruckhen, dergleichen nit baldt zufinden, halt gemainer Mannszschritt bey 4000, doch gehet der Stromb, darauf man mit Schiffen vom Landt herab fahren khan, vber 800 Schritt, weitter nit, welcher mit khurzen türggischen Schiffen vnderleget, das vbrige ist alles ein auszgestanden still stehend mösigs Wasser, doch sehr tieff. Darüber rechte gewöhnliche Joch geschlagen sein, aber nit viel vber ein Claffter vber das Wasser. Am Zurückfahren hat man Ir Gnaden in das Profiandhaus, so zu recht am Wasser ligt, geführt. Dasselb ist in formb einer langen gassen, von holz gehauen, hat auf beiden seitten gros vnderschidtliche Gemächer oder Gästen, ieder in die fünf Claffter lang, vnnd etwo drey breit vnnd hoch, darinen dasz Traith vnnd Meel, so von dem Meer herauf gebrachtt, aufbehalten wirdt, sowol die Piszcotten in grosser anzall. Heraus in Hof stundten bey siben schöner Stuckh geschüz, einfach, doppelt falkhaunen vnd Singerin, Kayser Ferdinandi, Maximiliani, Rudolphi auch des yezigen Bischoffen zu Salzburgg Nähmen vnnd Wappen darauf. Also warn noch bey 47, doch lautter türggische grob gemacht vnd gefasste Veldt1 Besistan,