ARHIVSKI VJESNIK 35-36. (ZAGREB, 1992.)
Strana - 163
Fedor Moačanin, Organizacijske strukture Vojne krajine do sredine 18. st. Arhivski vjesnik, 34-35 (1991-1992), 35-36, str. 157-163 Zusammenfassung ORGANISATORISCHE STRUKTUREN DER MILITÄRGRENZE BIS ZUR MITTE DES 18. Jh. Die Militärgrenze in Kroatien ist im 16. Jh. ein Verteidigungssystem das sich auf Festungen und geworbene Söldner stützt. Die Generalate und Hauptmannschaften an der Grenze sind keine Territorialeinheiten, sondern reine Militärkommandos. Eine besondere Stellung nimmt die Militäransiedlung Sichelberg ein. Sie aber befindet sich nicht in Kroatien, sodern gehört zum Herzogtum Krain. In Sichelberg wurden schon damals Bauern-Soldaten angesiedelt, aber vom Landesfürsten auf seinem eigenen Grund und Boden. Diese Militärbevölkerung war in militärischer Hinsicht vom Befehlshaber der Kroatischen Grenze abhängig, sonst an die Stände in Krain angewiesen. Erst im 17. Jh. bildet die früher ausgebaute Struktur der Grenzmilitärkommandos in Kroatien den organisatorischen Rahmen für die neuangesiedelten Bauern-Soldaten, sowie für die Formierung eines von Kroatien abgesonderten Grenzgebietes. Im 18. Jh. erweitert sich das Grenzgebiet. Die Grenzeinrichtung wird in den neuerworbenen Provinzen eingeführt. Organisatorische Regelungen in diesem Zeitabschnitt, wie verschieden sie in einzelnen Grenzgebieten auch waren, haben den Einfluss der innerösterreichischen und der kroatischen Stände auf die Organisation der Grenze abgeschafft. Die Zentralgewalt stellte durch den Hofkriegsrat in Wien ihre unmittelbare Kontrolle überall in der Militärgrenze auf. 163