ARHIVSKI VJESNIK 10. (ZAGREB, 1967.)
Strana - 47
Das Seearsenal benötigt für die notwendigen Kohlenmanipulationen täglich ein Korvee von ungefähr 200 Mann. Dieses Korvee stellte bis Mitte März zum grössten Teil die Flotte bei. Da die Entsendung der Korvees auf die Disziplin und den Dienstbetrieb der Flotte ungünstig einwirkten, stellte das Flottenkommando die Entsendung der Korvees ein. Dieses Korvee sowie Korvee zum Abschrappen von Schiffen im Dock wurde sodann zum grössten Teile von S. M. S. »Babenberg« übernommen. Da zur Beistellung dieser Korvees keine anderen Leute zur Verfügung stehen, ist das Hafenadmiralat gezwungen auch fernerhin für solche Arbeiten die Bemannung S. M. S. »Babenberg« heranzuziehen. Bis zur Fertigstellung der mit Erl. Abt. 5 Nr. 19380 bewilligten Baracken ist die Belassung S. M. S. »Babenberg« in der jetzigen Verwendung dringend notwendig und wird das k. u. k. KRIEGSMINISTERIUM, MARINESEKTION gebeten, dies genehmigen zu wollen. KA, KM MS, PK 1918, II — 2/5, Nr. 2857. IV — 6 1918, maj 28, Pulo. Lučki admiralat izvještava sekciju za mornaricu Ministarstva rata u Beču o svom nastojanju da ispita stanje među posadom broda »Babenberg«, o problemu osiguranja dovoljnog broja ljudstva za teže radove, o smještaju toga ljudstva, te o pitanju prekomande jednog dijela »sumnjivih« mornara u jedinice kopnene vojske. Mit Bezug auf Erlass P. K. / M. S. Nr. 2700 vom 25. 1. Mts. wird gemeldet, dass sich das Hafenadmiralat bereits seit längerer Zeit mit der Sichtung der Bemannung S. M. S. »Babenberg« befasst. Diese Arbeit geht aber wegen der zeitraubenden Korrespondenz verhältnissmässig langsam von statten. Dies ist die Folge davon, dass einzelne Schiffe bereits abgerüstet sind, oder die zur Zeit der Unruhen eingeschifften Stabspersonen gewechselt wurden, andere Stabspersonen erinnern sich nicht mehr an die betreffenden Mannschaftspersonen etz. Es dürfte die Sichtung jedoch in absehbarer Zeit zum grössten Teil beendet sein. Weiters wird gemeldet, dass seit die Flotte die Beistellung von Korvees für das k. u. k. Seearsenal einstellte, die Schaffung einer Korveeabteilung eine Notwendigkeit wurde. Das Hafenadmiralat ist der Ansicht, dass Kriegsgefangene keinen vollen Ersatz für diese Korveemannschaft bilden, da sie einerseits für gewisse Arbeiten, wie Abschrappen von Schiffen, Entleeren von Kohlendepots etz. minder gut zu verwenden sind, anderseits erfahrungsgemäss mit ihrer Arbeitsleistung nicht unbedingt gerechnet werden kann. Für dieses Korvee werden die von der Flotte ausgeschifften Leute von S. M. S. »Babenberg« herangezogen. Es ist mithin wegen der Notwendigkeit der Bildung einer Korveeabteilung, die Bestimmung auf S. M. S. »Babenberg« nicht als Strafbestimmung zu betrachten. Überdies wurden bereits etwa 100 Mann als Beutebergungskorvee nach Triest abkommandiert. 47