K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 7. (Wien, 1912)
Gerichtsbezirk Kitzbühel
204 Bezirk Kitzbühel. 2. Fieberbrunn. (Prämau, Priima.) Fieberbrunn mit S. Jakob im Haus, S. Ulrich und Hoehfilzen bildete ehemals die im Besitze des 1803 säkularisierten Benediktinerklosters Rott am Inn befindliche Hofmark Pillersee mit niederer Gerichtsbarkeit. Pfarre war S. Ulrich, von wo sie im Jahre 1809 nach Fieberbrunn übertragen wurde. Eine vom Kloster Rott erbaute Kapelle in Fieberbrunn als Filiale von S. Ulrich beurkundet 1214. Die dem hl. Primus geweihte Kirche erbaut 1445/46 (Urk. 958). Kaplanei 1550. Pfarre 1809. Politisch eine Gemeinde. Kirchenarchiv. Im Widum. Mit Übertragung der Pfarre kamen 1809 auch die Archive von S. Jakob und S. Ulrich hierher. Alphabetisches Repertorium Uber die Pillerseeische Kirchenregistratur, 1. Hälfte des 18. Jahrh. Verzeichnis über die im Pillersee-Viertel-Archiv bei S. Jakob zu Haus vorhandenen Schriften 1762. Kanonische Bücher. Tauf- und Trauungsbticher der Pfarre S. Ulrich mit Einschluß von S. Jakob und der Filialkirchen 1625—1753. Ebenso Trauungsbücher 1706 bis 1753 und Totenbücher 1699—-1753. Totenbuch von S. Ulrich (sepulti in coemeterio s. Udalrici) 1753—1783. Sterbbuch von S. Ulrich 1681. Taufbuch der Kreuztracht Prämä bei S. Primus unter der Pfarre S. Udalrici in Pillersee 1653 bis 1671, dabei Trauungsbuch 1664—1671. Tauf- und Trauungsbücher von Fieberbrunn seit 1672 mit der Reihe der Priorén in Pillersee. Totenbücher von Fieberbrunn seit 1767. Über Verstorbene der S. Sebastian- und Barbarabruderschaft aus den Jahren 1769 —1833 ein eigenes Verzeichnis. Taufbuch von Fieberbrunn 1826—1833 im Pfarrarchiv in Jochberg (S. 218). Seelenstandsbücher (status animarum) 1732—1867. Kirchenrechnungen von Fieberbrunn seit 1601, der S. Johannkapelle in Fieberbrunn 1729 — 1786, von Hochfilzen 1701—1817. Rechnungen der S. Sebastian- und S. Barbarabruderschaft in Fieberbrunn 1769—1829, der