K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Johann v. Diviš-Čistecky: Stadtarchive in Ostböhmen

88 Johann von Divis - Cistecky bis 1618; 2. Register über Verkauf von Gründen und Gütern auf der Herrschaft L. 1587—1632. Dem 17. Jahrhundert gehören an: 1. Grundbücher 1605—1664; 2. Testamentbücher 1611—1651; 3. Extrakt aus den Registern über Ankauf von Gründen der Unter­tanen 1636—1697 ; 4. das rote Schloßbuch 1650—1672, 535 Fol.; 5. Visitatio und Revisitatio der Herrschaft Leito­mischl, eine vollkommene Statistik der ganzen Herr­schaft aus den Jahren 1615, 1654, 1668, 1672 und 1674; 7. Bräuhausrechnungen 1634; 8. Geldrechnungen 1643 bis 1698; 9. Getreiderechnungen 1674—1685; 10. Viehrech­nungen 1694—1699; 11. Register der Kontributionsgelder 1670—1691, alle mit gehörigen Beilagen; 12. ver­schiedene Urkunden und Wirtschaftsakten der Stadt und Herrschaft Leitomischl, unter welchen besonders Briefe der Beamten und Hauptleute der Herrschaft an die Besitzer derselben, die Grafen von Trauttmansdorff, zugleich mit Konzepten der Antworten, interessante Aufschlüsse über die ganze Wirtschaft geben (über 600 Stücke). Verschiedene das Tr au 11 m an s d o r ff’sche Ge­schlecht betreffende Urkunden (305 Stück), Quittungen über bezahlte Interessen mit Unterschriften und Insiegeln von ver­schiedenen Personen und Instituten (weit über 300 Stück) und Briefe der Mitglieder des Geschlechtes untereinander (120 Stück) sind auch nicht ohne Interesse. Der bedeutendste Mann des Hauses war wohl Graf Maximilian, der Obersthofmeister Ferdinands II. und III. und ihr Hauptbevollmächtigter bei verschiedenen diplomatischen Unterhandlungen, hauptsächlich aber bei den Traktationen in Münster und Osnabrück. Ein Staats­mann von seiner Bedeutung stand sicher im regen Brief­wechsel mit vielen hervorragenden Persönlichkeiten seiner Zeit, Und wirklich wurde auch in dieser Registratur eine beträchtliche Anzahl von Briefen entdeckt, auch chiffrierten, mit vielen Beilagen und mit Konzepten von Antworten. Es ist das, wie es scheint, ein Bruchstück der ganzen Korre­spondenz, welche, nach dem Inventar des Leitomischier

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