K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)
P. Sebastian Mayr: Das Archiv des ehemaligen Kollegiatstiftes Spital am Pyhrn in Oberösterreich
72 Sebastian Mayr geschlichtet wird, eine Urkunde vom 7. April 1465, womit Kaiser Friedrich dem Stifte Spital jährlich 40 Fuder Gottesheilsalz gewährt, das päpstliche Breve vom 1. September 1605, womit Paul V. dem Dechant Johann Jakob Gi enger die Wurde und die Insignien eines Propstes verleiht, endlich die Urkunde vom 19. Februar 1683, womit Kaiser Leopold den Ankauf des Marktes Windiscbgarsten ratifiziert. Die meisten übrigen beziehen sich auf Rechtsgeschäfte privater Natur. Diese Urkunden wurden chronologisch geordnet, foi’tlaufend numeriert und entfaltet in die verschließbaren Laden eines besonderen Urkundenschrankes eingelegt. Aus rein äußerlichen Gründen wurden der Urkundengruppe auch die vorhandenen Urbarien und Gerichtsurkunden angereiht. Die zweite Gruppe, 761 fortlaufend numerierte Schuberbände, umfaßt das Propsteiarchiv, die Hofgerichtsregistratur und das Archiv von Klaus; die dritte Gruppe endlich besteht aus 220 gebundenen Amtsbüchern, die, in sachliche Unterabteilungen geordnet, fortlaufend numeriert und in einem besonderen Regale aufgestellt wurden. Zur Orientierung in den Archivbeständen dienen dermalen die Trauner’sche Beschreibung des Propsteiarchivs, eine im Sommer 1899 verfaßte Beschreibung der sämtlichen gegenwärtigen Bestände und ein auf Grund der neuen Beschreibung angelegtes alphabetisches Namen- und Sachregister. Den gegenwärtigen Bestandsgruppen entsprechend, zerfällt die neue Beschreibung in drei Teile, deren erster die Urkunden umfaßt. Die zwei ersten Rubriken zeigen die laufende Nummer und das Datum, die dritte enthält ein kurzes Regest. Eine Bemerkung verweist nötigen Falles auf den Faszikel der Trauner’schen Ordnung, dein die Urkunde ursprünglich einverleibt war. Der zweite Teil beschreibt die 101 Bände der zweiten gegenwärtigen Bestandsgruppe. Es wird die laufende Nummer des Schuberbandes angegeben, ein Schlagwort bezeichnet den Gegenstand, der, wo es erforderlich schien, in einer besonderen Rubrik, im Detail beschrieben wird; endlich verweist, so