K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

P. Sebastian Mayr: Das Archiv des ehemaligen Kollegiatstiftes Spital am Pyhrn in Oberösterreich

Das Archiv des ehemaligen Kolleiiatstiftes Spital am Pyhrn in öberösterreich. Von P. Sebastian Mayr. Mit Erlaß vom 11. März 1892, Z. 4411, hat mich das k. k. Ackerbauministerium mit der Ordnung des Archivs des ehemaligen Kollegiatstiftes Spital a. P. betraut. Ich habe dieser Arbeit vom Jahre 1892 an die Sommerferien gewidmet, und Dank der Unterstützung, die mir der Ver­walter des Religionsfondsgutes Spital a. P. der k. k. Forst­meister August Leuthner gewährte, war es mir möglich, die Ordnungsarbeit im Sommer 1900 abzuschließen. Das Stift Spital a. P. wurde 1190 von Bischof Otto II. von Bamberg aus dem Hause Andechs auf dem Allode seiner Kirche im Garstentale am Fue des Pyhrnpasses als Alpenhospiz gegründet und am 4. Oktober 1418 von Albert Grafen von Wertheim, Bischof von Bamberg, in ein Kollegium von Säkular-Kanonikern umgewandelt. Im Jahre 1807 übergab Kaiser Franz das Stift den aus St. Blasien im Schwarzwalde vertriebenen Benediktinern, und als diese im Jahre 1809 nach St. Paul in Kärnten übersiedelten, wurde das Gut Spital a. P. dem oberöster­reichischen Religionsfonds einverleibt. Das Archiv zu Spital a. P., über dessen Zustand der Konservator Albin Czerny in den Mitteilungen der k. k. Zentral-Kommission für das Jahr 1881 berichtet hat1), j) Vgl. auch Mitteilungen der Archivsektion 4, 324 ff.

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