K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)

Viktor Kleiner: Das Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz

Das Vorarlberger Landesarcbiv in Bregenz. 111 ausschusses erfuhr mit Erlaß vom 9. Februar 1898, Z. 30.437 günstige Erledigung. Schon vor Einlangen dieser erfreulicherweise zu­stimmenden Antwort beschloß der Landesausschuß in seiner Sitzung vom 7. Jänner 1898, diese Angelegenheit dem Land­tage mit dem Anträge in Vorlage zu bringen, den von der k. k. Statthalterei gestellten Bedingungen zu entsprechen, welcher Antrag vom Landtage zum Beschlüsse erhoben wurde. Die weiteren Verhandlungen wurden dem Ermessen des Landesausschusses überlassen, der in der vierten Sitzung der folgenden Session günstigen Bericht erstatten konnte. Um seine doppelte Aufgabe in entsprechender Weise zu lösen, war er bemüht, vor allem ein zweckdien­liches Lokal zur Unterbringung der Archivalien zu finden. Mit dem Eigentümer der „alten Seekaserne“ in Bregenz, dem k. k. Finanzärar, wurde wegen Überlassung der ge­wölbten und trockenen Lokalitäten zu ebener Erde ge­nannten Gebäudes ein Mietvertrag abgeschlossen. Der zweite Teil der dem Landesausschusse zufallenden Aufgabe fand seine Erledigung dadurch, daß Verfasser nach Rücksprache mit dem Vorstande des k. k. Statthaltereiarchives zum Archivar bestellt wurde. Die k. k. Statthalterei erklärte sich am 2. Juli 1899 bereit, alle jene noch bei den k. k. Gerichten Vorarlbergs befindlichen Archivalien, welche dem zwischen dem Justiz­ministerium und dem Ministerium des Innern getroffenen Übereinkommen gemäß, dem Archive der politischen Landes­stelle zu übergeben und von demselben nach dem ober­landesgerichtlichen Präsidialzirkulare vom 13. Dezember 1897 Nr. 3332 zu verwalten sind, bis auf weiteres im Archive des Landesausschusses zu deponieren, wenn der Landes­ausschuß für eine allen archivalischen Anforderungen ent­sprechende Unterbringung diese Archivalien sorge, dem k. k. Statthaltereiarchive die jederzeitige amtliche und private Benützung ermögliche und die Kosten einer jähr­lichen Inspektion durch die Direktion des k. k. Statthalterei­archives trage. Mit dieser hatte auch eine separate Vereini-

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