K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 5. (Wien, Leipzig 1903)
Gerichtsbezirk Sillian
Hollbruck. — Innervilgratten. — Innichen. 495 Urkunden. 1660 Mai 4. Jesse Perchofer, eps. Bellinen., Suffragan von Brixen, weiht die Kirche in Kalkstein mit einem Altare ein. Or. Perg. S. 2493 Kauf- und Stiftbriefe seit 1503. Gemeindearchiv. Beim Gemeindesecretär aufbewahrt, enthält keine älteren Archivalien. 7. Innichen. Nach der Zerstörung des alten Littamum entstand in Innichen ein neuer Ort seit der Gründung eines Benedictiner-Klosters durch den H. Tassilo von Bayern im Jahre 770. Im Jahre 816 wurde dieses dem Hochstift Freising übertragen, o. 1141 in ein selbständiges Collegiatstift umgewandelt, während die weltliche Jurisdiction über die Hofmark Innichen den Bischöfen von Freising verblieb. Da der Ort schon 1803 einen Markt erhielt, begreift es sich, dass man die „Hofmark“ zu einem „Hofmarkt“ machte. Stiftsarchiv. Wird im Capitelhaus aufbewahrt. Um die Ordnung des Archives bemühte sich der Historiker Josef Re sch, der auch ein Repertorium anlegte: Registratura archivii In- ticensis registrante Josefio Reschio 1771—1775, das jedoch nur bis Lade 54 reicht. Auf ihm fusste dann der Canonicus Ign. Paprion, dessen Repertorium diplomatum et litterarum collectum a. 1806 85 Laden umfasst, aber die Anordnung von Resch theilweise verlässt. Später wurde das Archiv verwahrlost und gerieth in Unordnung. Eine unter dem jetzigen Propst Herrn Dr. Josef Walter unternommene Neuaufstellung war bei meinem Besuche nur zu einer Couvertirung und chronologischen Verzeichnung des grössten Theiles der Urkunden gediehen.1) Urbare, a) Des C apite 1 s seit 1546 in grosser Zahl; catalogus agrorum, qui ad s. Candidum spectant, 1564, 1593; *) *) Da die Nummerirung dieser Urkunden nur eine provisorische war und die augenblickliche Lagerung in den Laden eine zufällige ist, auch den alten Repertorien nur mehr theilweise entspricht, so glaubte ich von Angabe der Archivsignaturen absehen zu sollen.