K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 5. (Wien, Leipzig 1903)

Gerichtsbezirk Fügen

Gerichtsbezirk Fügen. 1. Fügen. Sehr alte Pfarre, zuerst bestimmt 1163 erwähnt, umfasste den ganzen Brixener Antlieil des Zillerthals, bis seit dem 16. Jahrhundert selbst­ständige Seelsorgen gegründet wurden, seit 1603, mehrfach wechselnd mit Schwaz, Sitz des Decanats. Politisch eine Gemeinde. Kirchenarchiv. In eigenem Raume des Widums. — Das reichhaltige Archiv ist in zwei große Theile, Decanalarchiv und Pfarr- archiv, geschieden, jeder Theil in Laden geordnet; Bücher und Urkunden sind zum großem Theil gesondert auf­bewahrt. Canonische Bücher. Das Taufbuch beginnt mit 1595, das Todtenbuch 1634, das Trauungsbuch 1641. Rechnungen. Kirchenrechnungen von Fügen von 1494 (Kirchenbau) 1537, 1538, 1540, 1555, 1569, 1574, 1574-—1630 und in Bänden von 1653—1686, 1687—1811 (Pfarrarch. Lade 17). — Hausbuch (Einnahmen und Aus­gaben) der Pfarre Fügen, 1709 angelegt. — Rechnung des Siechenhauses zu F. 1739, dann in einem Bande Rech­nungen der Rosenkranzbruderschaft 1795, des Siechenhauses 1803 und der Pfarrkirche 1812—1824. — Rechnungen der Bruderschaft b. Marie virginis und Sebastian von 1518 bis 1530 in einem Band (Decanalarch. Lade 8). — Vgl. auch Decanalarch. Lade 7, 9. Urbare. In Lade 8 des Decanalarchivs: Urbar der Pfarre Fügen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrh. mit wenig späteren Nachträgen. — Urbar von 1570. Gültenbuch von 1588 — 1618. — Beschreibung des Stiftsbrodes 1724.

Next

/
Thumbnails
Contents