K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 3. (Wien, Leipzig 1896)

Gerichtsbezirk Reutte

Holzgau. — Lech. 201 beschechen gnedigistes begehren mit dem steigen in sanct Marthinswanndt bey Zirl gehorsambist gebrauchen lassen“, verliehen worden sei. Beglaubigte Copie von 1737 *). 1023 Kaufbrief um Güter im Zirsboden und Schrekhen von 1562. Ablösung der Grundzinse auf dem Schwarzenhof, zu Hegerau, Steg und Hinder Elbogen von dem Kloster Stams 1567. Vergleiche wegen der Alpen Sulzel und Gries­thal 1619 und mit Kaisers 1650. 16. Lech (Aschau). Die hl. Geistkirehe in Lech war die alte Pfarrkirche für Aschau, als welche erst seit c. 1470 die Kirche in Wangle erscheint, jetzt besitzt Lech keine eigene Seelsorge, ist aber eine politische Gemeinde. Hier hatte auch der Richter des Niedergerichts Aschau seinen Sitz, das bis 1808 bestand. Geineindearchir. Besitzt nur ganz moderne Acten. Aeltere Gemeinde­sachen befinden sich aber in dem alten Aschauer Gerichtsarchiv. Im Hause des Brauereibesitzers Ammann; derzeit noch in keinem gesicherten Raume, doch soll für eine bessere Aufbewahrung Sorge getragen werden. — Ein bedeutender Theil des alten Geriehtsarchives, besonders an älteren Urkunden, befindet sich im Statthalterei - Archiv zu Inns­bruck, unter Miscell. n. 1. — Vorhanden eine Beschreibung der pfarrischen Gemeindsbrieffereien von 1672. Urbare. Aschauer Güterbeschreibungen von 1676 und 1750 (unter Steuer Fase. IV); vgl. auch Vorderhorn­bach Gemeindearchiv. Rechnungen. Gerichtsrechnungen von 1587 —1630. — Aschauer Gerichts-, Orts- und Lecher Gemeinderech­nungen von 1600 — 1804, anfänglich mit Lücken. — Aschauer *) An diese Urkunde knüpfte sich die in der Gegend von Holzgau verbreitete Sage von den drei Leohthaler Jägern, die dem Kaiser Max, als er sich auf der Martinswand verstiegen hatte, zu Hilfe kommen wollten, vgl. darüber Prem in Zeitschr. des Deutschen u. österr. Alpenvereines 1890 S. 187.

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