K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 1. (Wien, Leipzig 1888)

Gerichtsbezirk Neumarkt

Neumarkt. — Radein. — Salurn. 183 7. Salurn. Als Pfarre bereits P291 erwähnt. Salurn bildete früher mit Gfrill, Kurtinig und Unterfennberg ein eignes Gericht, das meist als Pfand vergeben war, zuletzt gleich dem von Enn-Kaldiff an die Grafen Zenobio-Albrizzi bis zum J. 1826, worauf es dem Gericht . Neumarkt einverleibt wurde. Kirchenarchiy. Steht im Widum, scheint durch den Brand des frühem Widums 1854 sehr grosse Verluste erlitten zu haben; das in der Pfarr-Sacristei aufbewahrte Archiv stammt nicht aus dem Besitz der Kirche, sondern der Grerichtsherrschaft. Canonische Bücher. Tauf- und Traubuch von 1581-—1664 mit Liste der Pfarrer von 1291 an, dann Tauf­buch seit 1666, Traubuch seit 1667, Todtenbueh seit 1675 ununterbrochen. Firmbuch von 1768 mit Statistik der Pfarre. Kirchenrechnungen s. Gerichtsarchiv. Geschichtliche Handschriften. Kirchen- calendarium von 1804 mit den zu haltenden Gottesdiensten, vgl. auch Canonische Bücher und Gerichtsarchiv. Urkunde n. 1380 Dec. 6. Fr. Johannes eps. Buduensis General- vicar des Bischofs Heinrich von Trient erlässt Ablassbrief für die Pfarre. Or. Perg. S. fehlt. 840 1354 Juni 24, in villa Salurni. Fr. Thomas eps. Cerni- censis (? Ternicensis) Suffragan der Kirche von Trient speciali commissione capituli ertheilt der Pfarre Salurn anlässlich der Reconciliation Ablass. Or. Perg. S. 84L 1427 März 9. Sigmund des rothen Ullen Sohn von Salurn gibt als Kirchprobst dem Lienhart Veirobent, Bürger von Bozen, Kirchengüter zu Leihe. Or. Perg. S. fehlt. 842 1434 Apr. 15 (aber die Mercurii). Johannes Lohier, doctor iuris capellanus et sacri palatii causarum auditor, citirt den Augustin Frankenstein Priester in Salurn in Pfründen­streit vor das Gericht der Curie. Or. Perg. S. 843 1472 Juni 24. Albertinus Vicar des Bischofs von Trient beurkundet die Einweihung der Pfarrkirche. Or. Perg. S. 844

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