K. K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 1. (Wien, Leipzig 1888)

Gerichtsbezirk Sarnthal

Sarnthein. 165 1449 Jan. 13. Johannes von Northaim, den man nennt Sernteiner, des Herzogs Sigmund Schreiber, bekennt vom genannten Herzog das Haus am Kellre in Serntein mit Gütern zu freiem Eigen erhalten zu haben gegen die Ver­pflichtung für H. Sigmund und dessen Familie vier Aemter an der Pfarre zu stiften, zu welchem Behufe er Gilten aus seinen Besitzungen anweist. Or. Perg. S. fehlt. 720 1449 März 11. Hans Stainer, gesessen im Jauffenthal, gibt als Lehensherr seinen Zehent vom Hof Portei zu Sern­tein der Pfarre. Or. Perg. S. 721 Ausserdem zahlreiche ähnliche Urkk. und Reverse aus der 2. Hälfte des 15. und aus den folgenden Jahr­hunderten. Gemeindearchir. Steht im Gemeindehaus. Rechnungen. Steueramtsrechnungen des 18. Jahrh. Weisthümer. a) Gerichtsordnung des Gerichtes Sarnthal, Copie von 1744, und andre aus Ende des 18. Jahrh. (Weisthümer 5, 263), b) Ordnung infolge der Streitigkeiten zwischen Sarnthein und Pens durch Richter und Geschworne aufgerichtet 1558 Febr. 6. Or. (ungedruckt). Acten. Suppliken seit dem 15. Jahrh., Steueracten seit dem 16., Processe detto, Correspondenzen und landesfürstliche Befehle seitdem 17. Jahrh. Im besondern noch zu erwähnen: „Vermerkt den Anschlag und Abschlag so dem Ger. Sernn- thain an Lifrung ausligt und kais. Maj. zu thun ist14 (Ver­zeichniss der unter Max I. jeweilig gestellten Kriegsmann­schaft mit Nachtrag von 1611) ; — Bruggenordnung im Gericht Sarnthein, Montag nach Reminiscere 1549 durch Richter und Geschworne aufgerichtet (moderne Copie); — Specification der Häuser, Kucheln etc. in Sarntein 1724, 1725 (2 Exem­plare); — Vermerkt die Schaden, so die von Särnnthein der Ortlung halbs durch die von Eppan genommen haben 1496. Urkunden. 1393 Sept. 29, Wien. Herzog Albert bestätigt den vor ihn gekommenen Leuten des Gerichtes Sarentein nach altem

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