Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)
Irodalom
В) DIE LAGE DER VIEHZUCHT IN DEN JAHREN 1895/1957 1. Die Entwicklung der Rinderzucht von 1895 bis 1935 Die Rinderzucht wurde von den ausgedehnten Weiden allmählich in die Ställe gedrängt, die intensivierte Tierzucht in Ställen löste die Haltung im Freien ab. Diese Entwicklung brachte auch eine Änderung der Rasse des Viehbestandes mit sich. Das ungarische Rind wurde in kurzer Zeit von den wirtschaftlicheren westlichen Rassen verdrängt. Die Rassenumbildung des Rinderbestandes nahm in erster Linie ihren Anfang in der Umgebung der Hauptstadt und in der, über eine entwickeltere landwirtschaftliche Produktion verfügenden Bácska. Am Anfang des Jahrhunderts war hier schon das rotscbeckige Rind vorherrschend. Auf den ausgedehnten Weiden der hügeligen Sandgebiete und des Donautales bestand jedoch noch lange Zeit eine extensive Viehzucht. Bis zum Jahre 1935 war jedoch eine grundlegende Wandlung erfolgt: das ungarische graue Rind verlor seine Bedeut ung, es wurde von den Sandböden, ja selbst von den Weiden auf den Alkaliböden verdrängt. Der Rückgang des Rinderbestandes der ungarischen grauen Rasse wurde nicht nur durch den Übergang zur Milchwirtschaft beschleunigt, sondern auch durch den Umstand, daß dieses Rind viel von seiner Bedeutung als Zugtier verloren hatte. Die Aufzucht von Ochsen ging zurück, während das Halten von Kühen und die Milchproduktion in den Vordergrund traten. Das ist vor allem in der Umgebung der Hauptstadt, des großen Absatzmarktes, auffallend. In diesem Milchversorgungsgürtel war die als Wirkung der Warenproduktion entwickelte Milchwirtschaft das Charakteristische: es war also nicht die Zucht, sondern das Halten von Kühen bzw. die Milchproduktion das Hauptziel. Mit dem Rückgang der extensiven Viehhaltung ging auch der ziffernmäßige Viehbestand sukzessive zurück, aber der zahlenmäßige Rückgang wurde durch die qualitative Umwandlung ausgeglichen. Am stärksten lichtete sich der Bestand in den hügeligen Sandgebieten und auf den Alkaliböden, wo die Futterproduktion am schwierigsten ist. Durch die Verminderung des Rinderbestandes, den Aufschwung sonstiger Zuchtzweige, wurde die Struktur des Viehbestandes umgewandelt und die sich bis zur Mitte und der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre herausgebildete Richtung der Viehzucht weicht kaum vom heutigen Stand ab. 2. Der gegenwärtige Stand der Rinderzucht Die zahlenmäßige Vermehrung des Rinderbestandes ging im Donau—Theiß- Zwischenstromland nach dem zweiten Weltkrieg nur sehr langsam vor sich. Noch im Jahre 1957 hatte sie die Bestandsziffer vom Jahre 1935 nicht erreicht, sondern nur 97%. Nicht nur die Höhe des Viehbestandes, sondern auch die Produktionsfähigkeit verlor an Bedeutung, was sich an dem geringeren Anteil an Kühen (48%) zeigt, trotzdem die Rassenumwandlung schon abgeschlossen, d. h. die milchreiche rotscheckige Kuh Alleinherrscherin geworden war. Der auf ein landwirtschaftliches Gebiet von 1000 Katastraljoch berechnete Viehbesatz in Großvieheinheiten fiel hei den Rindern von 88 auf 85% und der Landesviehbesatz blieb hinter dem Durchschnitt (132) weit zurück. Im Donau—Theiß-Zwischenstromland finden wir vier intensivere Rinderzuchtgebiete mit einem größeren Viehbesatz. Die größere Züchtungsintensität ist jedoch auch hier nur relativ und sie entspricht nur dem Durchschnittsniveau des Landes. Der größere Teil des Rinderhestandes, mehr als 80%, sind weibliche Tiere (Kuh, Färse), die Aufzucht von Ochsen hat heute schon viel geringere Bedeutung (6.7%). Der Hauptgrund liegt im Umstand, daß das Rind seine Bedeutung als Zugtier verloren hat. Der Anteil der Kühe am Gesamtbestand hat sich trotzdem nicht günstig entwickelt. Im Jahre 1957 betrug der Anteil der Kühe, zusammen mit den trächtigen Färsen auch nur 52% des Bestandes. Die Hauptursache für den niedrigen Anteil der Kühe sind die vielen Schlachtungen von weiblichen Jungtieren. Die Verminderung des Anteiles der Kühe bezog sich auf das ganze Donau—Theiß-Zwischenstromland, der größte Rückgang trat jedoch in dem die Großstadt versorgenden Gürtel ein. Für das Donau—Theiß-Zwischenstromland ist die Entwicklung der Rinderzucht eine dringende Notwendigkeit, da von der Gesamtzahl an Großvieheinheiten auf das Rind insgesamt nur 45% entfallen. Ein Aufschwung in der Zucht ist ferner eine Schlüssel-330