Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

auch auf Sandböden risikolos anbaufähige Futterpflanze ist. Auf den ertragreichsten Gebieten ist ihre Anbaufläche gering, während sie auf den Gebieten mit geringen Erträgen über eine große Anbaufläche verfügt. Die Ölpflanzen waren vor einigen Jahrzehnten nur durch Raps und Flachs ver­treten; während des Krieges wurde jedoch die Sonnenblume vorherrschend. Gegenwär­tig nehmen sie alles in allem anderthalb Prozent der Ackerfläche ein. Von den Faserpflanzen wird nur Hanf angebaut, doch auch dieser nicht in einem ins Gewicht fallenden Ausmaß. Die Saatfläche von Rauhfutter ist in den verflossenen Jahrzehnten parallel mit dem Schrumpfen der Weide- und Wiesenflächen gewaltig angewachsen, sie erreicht aber auch heute noch nicht das erforderliche Niveau. Im größten Ausmaß wird Luzerne angebaut. Sie liefert nur in den Randgebieten befriedigende Erträge, auf Sandböden ist sie auch wenig verbreitet. Von geringerer Bedeutung ist der Anbau von Rotklee, Haferwicke, Hirsegras sowie von Grünmais. Ihre territoriale Verteilung ist ähnlich derjenigen der Luzerne. Erwähnenswert ist auch der Anbau von Futterpflanzensamen. Der Anbau von Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen) ist nur in einigen kleine­ren Rayons nennenswert. Im Anbau der Grünzeug-, Gemüse- und Gewürzpflanzen spielt in Ungarn das Donau—Theiß-Zwischenstromland eine führende Rolle. Die günstigen Insolationsverhält­­nisse, die sich rasch erwärmenden Böden, bieten die Möglichkeit zum Anbau von Früh­gemüsen, während die Nähe der Hauptstadt ihnen einen dauernden Absatzmarkt sichert. Beachtlich ist der Anbau von Tomaten; in diesem Gebiet befinden sich 60% der gesam­ten Tomatenanbaufläche des Landes. Auch die Anbauflächen von Grünen Erbsen und Weißkraut sind bedeutend. Die Hauptanbaugebiete der Tomaten sind die sandigen Ge­lände in der Gegend von Budapest und Kecskemét. Ein Großteil der Anbaufläche von Grünen Erbsen liegt gleichfalls in sandigen Gebieten, während man das Weißkraut haupt­sächlich in der Gegend von Budapest und Szeged anbaut. Mehr als fünf Sechstel der An­baufläche des Gewürzpaprikas befinden sich im Rayon von Kalocsa und Szeged. Die Ernteerträge sind in der Gegend von Szeged günstiger als in jener von Kalocsa. Von den übrigen Feldpflanzen sind noch Tabak und Mohn bemerkenswert. 3. Der Obst- und Weinbau Der sich rasch erwärmende kalkhaltige Sand, die intensive Sonnenbestrahlung die hohe Durchschnittstemperatur der Vegetationsperiode, die heiteren Frühlings- und Sommertage, ermöglichten in den Sandgegenden des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes einen hochentwickelten Obst- und Weinbau. Während die humushaltigen Sandböden in mittlerer Lage des Hügellandes vorzügliche Möglichkeiten für das Steinobst bieten, sind einzelne Gegenden der Inundationsgebiete für die Kultur von Kernobst geeignet. Auf je 1000 Katastraljoch des Donau—Theiß-Zwischenstromlandgebietes ent­fielen im Jahre 1951 etwa 2700 Obstbäume. Die gegenwärtige territoriale Verteilung der Obstbäume im Donau—Theiß- Zwischenstromland ist nicht das Ergebnis von Naturfaktoren, vielmehr spielten dabei sozusagen fast ausschließlich Marktfaktoren eine Rolle. Der Großteil der Obstgärten wurde in der Nähe der großen Verbraucherstädte, vor allem von Budapest, ferner in der Gegend einiger großer Niederlassungen, welche die Rolle von Sammelplätzen spielen, sowie entlang der Eisenbahnlinien und des billigen Wasserweges der Donau angelegt. Dies meist unabhängig davon, ob die Naturgegebenheiten an diesen Orten günstig sind oder nicht. Auch die Wahl der gezüchteten Sorten erfolgte lediglich in Anlehnung an die Ansprüche des Marktes und unabhängig von den Naturfaktoren. Die Apfelbäume bilden etwa 20% des Bestandes von mehr als 7 Millionen Obstbäu­men. Früher wurden sozusagen ausschließlich Sommeräpfel gezogen, in den letzten Jahren gelangten die Winteräpfel in den Vordergrund. Als Folge der großangelegten Anpflanzungen wurde das Donau—Theiß-Zwischenstromland zum zweitgrößten Apfel­rayon des Landes. Die Birne stellt 7% des Baumbestandes, sie wird im S-Teil des hügeligen Sand­gebietes in größerem Maßstab gezogen. Die Zahl der Kirschbäume ist die gleiche wie die der Birnbäume, die Mehrzahl findet man in der Gegend von Budapest und Szeged. Der Bestand an Weichselbäumen beträgt 10%, an Pfirsichbäumen 5% und jener des berühmtesten Obstes des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes, des Aprikosenbaumes 327

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